Baden-Württemberg startet digitale Parkraumüberwachung mit sechsfacher Effizienz
Jovan JohannBaden-Württemberg startet digitale Parkraumüberwachung mit sechsfacher Effizienz
Baden-Württemberg ist das erste deutsche Bundesland, das eine digitale Parkraumüberwachung auf Basis eines neuen rechtlichen Rahmens einführt. Das System, das an der Universität Hohenheim getestet wurde, hat bereits eine sechsfache Effizienzsteigerung im Vergleich zu herkömmlichen Fußstreifen gezeigt. Verkehrsbeamte planen nun, die Testphase auf weitere Städte in der Region auszuweiten.
Die rechtliche Grundlage für die digitale Parkraumkontrolle wurde im März 2025 mit dem Landesmobilitätsgesetz geschaffen. Dieses Gesetz ermöglicht es speziellen Scan-Fahrzeugen, Parkverstöße automatisch zu überwachen – etwa wenn Autos Zufahrten, Rettungswege oder Fahrradspuren blockieren.
Der erste Pilotversuch fand im Mai 2025 an der Universität Hohenheim statt, wo das System Parkausweise prüfte. Ein einziges Scan-Fahrzeug erledigte die Aufgabe in etwa 75 Minuten – eine Arbeit, für die eine Fußstreife bis zu sieben Stunden benötigt hätte. Nach kleineren Anpassungen funktionierte die Technologie problemlos.
Verkehrsminister Winfried Hermann betonte das Potenzial für noch höhere Effizienzgewinne in größeren Kontrollzonen. Zudem trage das System zur Verkehrssicherheit bei, indem es Hindernisse in Bus- und Radspuren verringere. Weitere Tests sind nun in Heidelberg, Mannheim, Freiburg und Waldshut-Tiengen geplant.
Das Programm zur digitalen Parkraumüberwachung wird schrittweise in ganz Baden-Württemberg ausgebaut. Die Scan-Fahrzeuge haben sich als schneller und zuverlässiger erwiesen als manuelle Kontrollen. Die Behörden wollen das System weiter optimieren, während es in zusätzlichen städtischen Gebieten eingeführt wird.






