Baden-Württemberg setzt 8,5 Millionen Euro auf Quantencomputing-Zukunft
Hellmut RudolphBaden-Württemberg setzt 8,5 Millionen Euro auf Quantencomputing-Zukunft
Baden-Württemberg investiert massiv in Quantencomputing, um seine Spitzenposition als Technologiestandort auszubauen
Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat rund 8,5 Millionen Euro für das Kompetenzzentrum Quantencomputing Baden-Württemberg (KQCBW) bereitgestellt. Mit der Förderung sollen Forschung vorangetrieben und Unternehmen dabei unterstützt werden, diese Zukunftstechnologie für ihre Wettbewerbsfähigkeit zu nutzen.
Das Projekt KQCBW25 wird von der Fraunhofer-Gesellschaft geleitet, mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik (IAF) und dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) an der Spitze. Die Forscher nutzen die Quantencomputer von IBM am Standort Ehningen, um neue Algorithmen zu entwickeln – insbesondere in den Bereichen Quantenchemie und Materialwissenschaft. Zudem arbeiten sie an der Leistungsbewertung von Hardware, der Verbesserung der Fehlerkorrektur und der Reduzierung von Rechenfehlern.
Im Rahmen der Landesinitiative QuantumBW soll das Projekt ein regionales Ökosystem für Quantentechnologien aufbauen. Ein zentrales Element ist die "KQCBW-Quantencloud", eine Serviceplattform, die Unternehmen Zugang zu in der Region entwickelter Quantenhardware bietet. Auch Aus- und Weiterbildung spielen eine wichtige Rolle: Neue Bildungsprogramme sollen Fachkräfte qualifizieren und Wissen transferieren.
Die Fortschritte des Zentrums werden auf der Quantum Effects 2025 präsentiert, einer internationalen Fachmesse in Stuttgart am 7. und 8. Oktober 2025. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betonte, Quantencomputing sei eine prägende Technologie des 21. Jahrhunderts. Sie unterstrich das Potenzial, ganze Branchen zu revolutionieren und Baden-Württemberg an der Spitze der Innovation zu halten.
Die 8,5 Millionen Euro fließen in den Ausbau wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Expertise im Bereich Quantencomputing. Über die neue Cloud-Plattform erhalten Unternehmen praktischen Zugang zur Technologie. Die Ergebnisse der Initiative werden auf der Fachmesse im nächsten Jahr vorgestellt – ein wichtiger Schritt hin zu einer breiteren Nutzung.






