14 March 2026, 22:10

Baden-Württemberg revolutioniert Verkehrsplanung mit digitalem Gesamtmodell

Eine belebte Stadtstraße mit verschiedenen Fahrzeugen, darunter ein Lastwagen und ein Auto, Laternenmasten, Verkehrsampeln, Schilder, eine Brücke mit Geländern, Bäume, Gebäude mit Fenstern und ein bewölkter Himmel im Hintergrund.

Baden-Württemberg revolutioniert Verkehrsplanung mit digitalem Gesamtmodell

Baden-Württemberg startet erstes landesweites digitales Verkehrsmodell

Baden-Württemberg hat sein erstes flächendeckendes digitales Verkehrsmodell unter dem Namen Landesverkehrsmodell Baden-Württemberg (LVM-BW) eingeführt. Das Instrument vereint sämtliche Verkehrsarten – vom Auto und Bus über Radverkehr bis hin zum Gütertransport – in einem detaillierten digitalen System. Behörden zufolge soll es künftig die Gestaltung von Mobilitätspolitik verbessern und die Verkehrsplanung in der gesamten Region optimieren.

Das Modell erfasst ein umfangreiches Netz, darunter über 890.000 Kilometer Straßen und Radwege, 60.000 Haltestellen sowie 4,6 Millionen planmäßige Servicekilometer. Der Südwesten wird dafür in nahezu 10.000 Verkehrszonen unterteilt, was präzise Analysen von Bewegungsmustern, Emissionen und Erreichbarkeiten ermöglicht. Diese hohe Detailgenauigkeit unterstützt sowohl großräumige Regionalplanung als auch lokale Verkehrsuntersuchungen.

Sämtliche Verkehrsmittel sind digital abgebildet und bieten damit eine einheitliche Datenbasis für Behörden. Aktuell liefert das Modell Prognosen bis zum Jahr 2030, mit dem Ziel, die Vorhersagen bis 2040 auszuweiten. Verkehrsminister Winfried Hermann betonte die Bedeutung des Instruments: Es werde die Verkehrssteuerung und Effizienz im gesamten Land verbessern.

Der Zugang zum Modell ist für relevante Akteure nach Unterzeichnung einer Nutzungsvereinbarung kostenfrei. Kommunen könnten dadurch bis zu 20.000 Euro pro Studie und bis zu 400.000 Euro bei größeren Projekten einsparen. Das System soll Planungsprozesse standardisieren, indem es Verkehrsherkünfte, geografische Verteilungen und künftige Mobilitätstrends aufzeigt.

Das LVM-BW bietet Politik und Planungsträgern eine einheitliche Plattform. Es ersetzt zersplitterte Datenquellen durch ein zentrales Werkzeug, senkt Kosten und verbessert die Entscheidungsfindung. Mit seiner detaillierten Abdeckung und langfristigen Prognosen soll das Modell eine nachhaltige Verkehrsentwicklung in Baden-Württemberg fördern.

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