Allgaier Automotive schließt Werk in Uhingen: 600 Jobs betroffen bis 2025
Abraham Hermighausen600 Arbeitsplätze verloren - Was jetzt bei Allgaier passiert - Allgaier Automotive schließt Werk in Uhingen: 600 Jobs betroffen bis 2025
Allgaier Automotive GmbH stellt Betrieb ein: 600 Arbeitsplätze in Uhingen betroffen
Die Allgaier Automotive GmbH, ein bedeutender Zulieferer von Karosserieteilen, befindet sich in der finalen Phase ihrer Geschäftstätigkeit. Das Unternehmen hatte im Juni 2023 Insolvenz angemeldet; der Standort in Uhingen wird nun bis Ende 2025 vollständig geschlossen. Rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen mit Entlassungen rechnen, während das Unternehmen abgewickelt wird.
Das Insolvenzverfahren wird vom Rechtsanwalt Michael Pluta begleitet, der die Abwicklung des Unternehmens steuert. Allgaier, einst das größte Unternehmen der Allgaier-Gruppe, befand sich mehrheitlich im Besitz der Familie von Dieter Hundt, dem verstorbenen Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Seit der Insolvenzanmeldung wurden zwar mehrere Tochtergesellschaften verkauft, für den Hauptstandort in Uhingen fand sich jedoch kein Käufer.
Die Produktion wird bis Ende 2025 aufrechterhalten, um noch ausstehende Verträge zu erfüllen. Ein kleines Team bleibt bis Mitte 2026 vor Ort, um die endgültige Schließung zu organisieren. Die meisten Beschäftigten wechseln in eine Transfergesellschaft, die sie bei der Stellensuche unterstützt. Ein Sozialplan sowie ein Interessenausgleich wurden bereits vereinbart.
Die Schließung von Allgaier ist Teil einer tieferen Krise in der deutschen Autozuliefererbranche. Bereits 2026 war die Lada Automobile GmbH, der deutsche Importeur der Marke Lada, aufgrund schwacher Absatzzahlen und Sanktionen zusammengebrochen und hatte zehn Arbeitsplätze abgebaut. Eine Studie der Beratungsfirma Oliver Wyman zeigt schrumpfende Gewinnmargen und eine steigende Zahl von Insolvenzen unter Zulieferern – ein Alarmzeichen für einen möglichen Branchenabschwung.
Mit der Schließung von Allgaier endet die Ära eines traditionsreichen Automobilzulieferers. Die verbleibenden Mitarbeiter werden die Abwicklung bis Mitte 2026 begleiten. Unterdessen bleibt die gesamte Branche unter finanziellen Druck – weitere Unternehmen könnten ein ähnliches Schicksal drohen.






