27 March 2026, 04:12

100.000-Euro-Mercedes mit Holzbremsen gestoppt – wie Betrüger Leben riskieren

Schwarzer Mercedes-Benz CLA Shooting Brake auf einem Parkplatz mit Verkehrskegeln und Deckenbeleuchtung geparkt.

100.000-Euro-Mercedes mit Holzbremsen gestoppt – wie Betrüger Leben riskieren

100.000-Euro-Mercedes in Ludwigsburg mit Holz-Bremsbelägen gestoppt – Empörung über Betrugsvorwürfe

Ein Mercedes im Wert von 100.000 Euro wurde in Ludwigsburg aus dem Verkehr gezogen, nachdem die Bremsen versagt hatten. Die Polizei entdeckte, dass das Fahrzeug mit Bremsbelägen aus Holz ausgestattet war – einer davon trug sogar die Aufschrift der Marke "Brembo". Der Vorfall hat landesweit für Empörung gesorgt und wirft Fragen zur Verantwortung der beteiligten Auktionsplattform auf.

Die Bremsen des Wagens fielen während der Fahrt aus, sodass er nicht mehr zum Stehen gebracht werden konnte. Die Behörden stellten fest, dass es sich bei den Belägen um gefälschte Holzattrappen handelte, die in keiner Weise echten Autoteilen glichen. Trotz des "Brembo"-Aufklebers hatten die Komponenten mit seriösen Bremsmaterialien nichts gemein.

Die Polizei zog das Fahrzeug umgehend aus dem Verkehr, da es eine akute Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellte. Der Vorbesitzer, der die Holzbeläge eingebaut hatte, wurde den Ermittlungsbehörden gemeldet. Wie sich später herausstellte, war der Wagen über eine Online-Auktionsplattform erworben worden.

Der Fall hat die Debatte über Betrug im Gebrauchtwagenmarkt für Hochpreisige Fahrzeuge neu entfacht. In den vergangenen fünf Jahren häufen sich in Deutschland die Beschwerden über manipulierte Fahrzeuge, insbesondere bei Premiummodellen wie dem Audi A8 oder Porsche Cayenne. Studien, darunter die Untersuchung von carVertical für 2025/2026, deuten darauf hin, dass bei bis zu 30 Prozent dieser Fahrzeuge der Kilometerstand zurückgedreht wurde.

Als Reaktion fordern Verbände wie der ADAC und der BAV sowie Rechtsexperten schärfere Kontrollen. Zu den Vorschlägen gehören EU-weite Fahrzeughistorien-Datenbanken, zentrale Register des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) für gestohlene Papiere und strengere Prüfungen bei den Zulassungsstellen. Verbraucher werden zudem aufgefordert, vor dem Kauf die Historie eines Fahrzeugs genau zu prüfen.

Im Netz ist der Vorfall mit den Holz-Bremsbelägen viral gegangen. Viele fragen sich, wie eine derart gefährliche Manipulation unentdeckt bleiben konnte. Gleichzeitig rückt die Verantwortung des Auktionshauses in den Fokus.

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Das Fahrzeug bleibt vorerst stillgelegt, während die Ermittlungen laufen. Dem Vorbesitzer drohen wegen Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer durch unsichere Umbauten strafrechtliche Konsequenzen. Unterdessen werden die Rufe nach besserer Aufsicht im Gebrauchtwagenmarkt lauter – die Behörden stehen unter Druck, ähnliche Fälle künftig zu verhindern.

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