Zoll stoppt Schmuggel von 53 Zuchttauben ohne Papiere an deutscher Grenze
Abraham HermighausenZoll stoppt Schmuggel von 53 Zuchttauben ohne Papiere an deutscher Grenze
Zollbeamte in Singen haben einen rumänischen Transporter mit 53 Zuchttauben abgefangen, für die die erforderlichen Einfuhrundlagen fehlten. Da der Fahrer weder den Wert der Vögel nachweisen noch deren legale Einfuhr belegen konnte, drohen ihm nun Steuerhinterziehungsvorwürfe sowie ein Bußgeld von über 1.800 Euro.
Der Vorfall ereignete sich, als Mitarbeiter des Hauptzollamts Singen das Fahrzeug in der Nähe der deutschen Grenze kontrollierten. Im Inneren entdeckten sie 53 Tauben schweizerischer Herkunft sowie 17 weitere, die in Frankreich aufgenommen worden waren – alle sollten nach Rumänien gebracht werden. Der Fahrer gab zu, die Schweizer Vögel von einem Züchter in Stühlingen übernommen zu haben, konnte jedoch für keine der Tauben gültige Papiere vorlegen.
Auf Nachfrage zum Wert der Tiere behauptete er, jede Taube sei nicht mehr als zwei Euro wert. Da weder ein Wertnachweis noch eine legale Einfuhr belegt werden konnten, leitete der Zoll Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung ein. Da der Fahrer die fälligen 1.800 Euro Zollgebühren nicht begleichen konnte, durfte er die Vögel unter strengen Auflagen zu einem Empfänger in Hamburg weitertransportieren.
Die Behörden verhängten eine Beschlagnahmungsverfügung: Die Tauben dürfen bis zur vollständigen Begleichung der Zollschuld weder verkauft, gezüchtet noch zu Wettkämpfen eingesetzt werden. Der Fall wurde inzwischen an das Hauptzollamt Karlsruhe zur weiteren rechtlichen Klärung überwiesen.
Bis zur vollständigen Zahlung der ausstehenden Abgaben bleiben die Tauben unter Beschränkungen. Die Behörden betonen die Bedeutung korrekter Dokumente bei der Einfuhr lebender Tiere. Die Nichteinhaltung der Vorschriften durch den Fahrer hat zu finanziellen Strafen und einem laufenden Strafverfahren geführt.






