Wolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – droht das Aus für den Kulturbetrieb?
Jovan JohannWolters Brauerei beantragt Eigenverwaltung – droht das Aus für den Kulturbetrieb?
Gerüchte über einen drohenden Zusammenbruch der Wolters Brauerei machen seit Tagen die Runde. Nun hat das Unternehmen Eigenverwaltung beantragt, um seine Finanzen zu sanieren. Die Stadtverwaltung betrachtet die Brauerei als zentralen Bestandteil der kulinarischen Kultur der Region.
Wolters Brauerei hat rechtliche Schritte eingeleitet, um die finanziellen Probleme in den Griff zu bekommen. Das Ziel der Eigenverwaltung ist es, eine Lösung unter Einbindung der Anteilseigner und Gläubiger zu finden. Die anstehenden Verfahren werden die wirtschaftliche Zukunft des Unternehmens maßgeblich prägen.
Die Stadt steht in Gesprächen mit der Geschäftsführung von Wolters und zeigt sich offen für weitere Diskussionen. Vertreter des Stadtrats und regionale Akteure könnten sich beteiligen, um mögliche Unterstützungsmaßnahmen zu prüfen. Allerdings schränken strenge Wettbewerbs- und Beihilferegeln ein, in welchem Umfang die Stadt in finanzielle Angelegenheiten privater Unternehmen eingreifen darf.
Die CDU-Stadtratsfraktion will zügig handeln und beabsichtigt, einen Eilantrag zur Einrichtung einer Taskforce einzubringen. Dieser Arbeitsgruppe sollen die Unternehmensführung von Wolters, der Betriebsrat, Vertreter der Gastronomiebranche, die Volksbank BraWo sowie Fraktionsvorsitzende angehören. Damit ein runder Tisch erfolgreich sein kann, müssen die Insolvenzverhandlungen jedoch zunächst eine klare Strategie hervorbringen.
Die Stadtverwaltung ist nicht formal in den Sanierungsprozess eingebunden und hat keine direkte Kontrolle darüber. Das Schicksal der Brauerei hängt von den Insolvenzgesprächen und der möglichen Unterstützung durch die Beteiligten ab. Die geplante Taskforce bräuchte einen fundierten Plan, bevor sie aktiv werden könnte.
