26 June 2026, 18:09

Windader West: Wie Nordsee-Windstrom bald NRW erreichen soll

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Windader West: Wie Nordsee-Windstrom bald NRW erreichen soll

Ein großes Energieprojekt soll künftig Windstrom aus der Nordsee nach Nordrhein-Westfalen bringen. Die Initiative Windader West umfasst vier Offshore-Netzanbindungssysteme: Kusenhorst, Rommerskirchen 1, Rommerskirchen 2 und Niederrhein. Ziel ist es, erneuerbare Energien zu den wichtigsten Verbrauchszentren der Region zu transportieren.

Ab dem 7. April 2026 tritt eine Bau- und Entwicklungsperre in Kraft, die für drei Jahre gelten wird. In diesem Zeitraum sind in den ausgewiesenen Gebieten Maßnahmen wie die Intensivierung der landwirtschaftlichen oder forstwirtschaftlichen Nutzung, der Bau neuer Anlagen oder die Verlegung von Leitungen untersagt. Die Sperre soll verhindern, dass Veränderungen die Bodenwerte in die Höhe treiben oder das Windader-West-Projekt behindern.

Der genaue Verlauf des Übertragungskorridors wird später in einem förmlichen Planfeststellungsverfahren festgelegt. Die Amprion Offshore GmbH beabsichtigt, den Antrag für den Abschnitt südlich von Heiden im dritten Quartal 2028 zu stellen. Die Karte mit den betroffenen Gebieten und die Details zur Sperre sind bis zum 22. April 2026 auf der Website des Regierungspräsidiums Münster einsehbar.

Das Vorhaben markiert einen wichtigen Schritt, um Offshore-Windenergie mit den Verbrauchern im Binnenland zu verbinden. Die Entwicklungsperre stellt sicher, dass die vorgesehenen Flächen bis zum Abschluss der Planung unverändert bleiben – und der Stromkorridor ohne Hindernisse realisiert werden kann.

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