20 June 2026, 02:09

Wiener Festwochen 2025: Rekordbesuch trotz künstlerischer Kontroversen und sinkender Auslastung

Wiener Festwochen: Nun kehrt Frieden in den Zustand der Götter zurück

Wiener Festwochen 2025: Rekordbesuch trotz künstlerischer Kontroversen und sinkender Auslastung

Die Wiener Festwochen 2025 enden mit Besucherrekord

Die Wiener Festwochen 2025 sind mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen. Fast 196.000 Gäste besuchten die Veranstaltungen, wobei zwei Drittel bereits zur Eröffnung auf dem Heldenplatz anwesend waren. Das Festival bot eine Mischung aus herausragenden Aufführungen und bemerkenswerten Kontroversen.

Zu den Höhepunkten zählte Angélica Liddells Inszenierung „Seppuku: Die Bestattung Mishimas oder die Lust am Sterben“. Auch Patti Smiths Auftritte und Florentina Holzingers „Pfingstspiel“ hinterließen bei den Zuschauern starken Eindruck.

Thorsten Lensings „Tanzende Idioten“ erntete breite Anerkennung, insbesondere für Ursina Lardis Darstellung einer todkranken Frau. Brigitta Muntendorfs „Der Tag davor“ setzte ein kraftvolles Zeichen gegen Gewalt.

Nicht alle Produktionen konnten überzeugen. Milo Raus „Republik der Götter“ blieb hinter den Erwartungen zurück, während Susanne Kennedys „Parsifal“ als statisch empfunden wurde. „Das tragische Schicksal der Sonata Nr. 2“ wurde für seine vortragsartige Präsentation kritisiert. Gob Squads „Turn“ war zwar eine Steigerung gegenüber früheren Arbeiten, litt aber weiterhin unter einem schwachen Konzept.

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Kontroversen prägten das Festival ebenfalls. Milo Raus Leitung sorgte für Diskussionen, besonders nach dem Eklat um die selbsternannten Propheten Peter Thiel und Braco. Unter seiner Ägide sank die Auslastung kontinuierlich – von 96 auf 93 und nun auf 91 Prozent.

Trotz gemischter Kritiken an einigen Produktionen verzeichnete das Festival eine noch nie dagewesene Besucherzahl. Zwar wurden Rekorde bei den Besucherzahlen aufgestellt, doch bleiben Bedenken hinsichtlich der sinkenden Auslastung und der künstlerischen Ausrichtung. Die Festwochen festigten ihren Ruf als bedeutende Kulturveranstaltung, stehen aber weiterhin vor Debatten über ihre Zukunft.

Quelle