Warum wir heute mehr Meinungen äußern als je zuvor – und was ein Rebhuhn damit zu tun hat
Jovan JohannWarum wir heute mehr Meinungen äußern als je zuvor – und was ein Rebhuhn damit zu tun hat
Überall dominieren mittlerweile Meinungen die Gespräche. In Talkshows, Podcasts und Online-Foren werden sie ununterbrochen für den öffentlichen Konsum produziert. Es scheint, als werde der Welt so schnell keine neue Perspektive zu irgend einem Thema ausgehen.
Allein in der vergangenen Woche reichten die Debatten vom Nahostkonflikt bis zur Frage, ob Ananas auf Pizza gehört. Der Autor stellt fest, dass es eine wachsende Erwartung gibt, die eigene Meinung offen zu äußern – Schweigen wird zunehmend zur Seltenheit.
Eine Theorie besagt, dass Menschen die Natur aufsuchen, weil sie kein Urteil fällt. Doch der Autor malt sich humorvoll aus, wie die Natur selbst ihre eigenen Meinungen über den Menschen entwickeln könnte. Er schlägt vor, die Zahl der täglich geäußerten Meinungen pro Person streng auf drei zu begrenzen – jede weitere bedürfe der Genehmigung durch ein Rebhuhn.
Trotz des Trends bleibt der Autor skeptisch, was die Vorzüge des achtsamen Atmens angeht. Der Vorschlag, die täglichen Meinungsäußerungen auf drei zu beschränken, unterstreicht die schiere Flut an Standpunkten, die derzeit im Umlauf sind. Ohne eine solche Regel zeigt sich kein Anzeichen dafür, dass dieser Strom an Meinungen versiegen wird. Die Idee, ein Rebhuhn als Instanz einzuschalten, verleiht der Debatte eine spielerische Note.
