Vom AKW zum KI-Rechenzentrum: Neckarwestheims radikale Zukunftspläne
Hellmut RudolphVom AKW zum KI-Rechenzentrum: Neckarwestheims radikale Zukunftspläne
Aus dem ehemaligen Atomkraftwerk Neckarwestheim könnte bald ein großes AI-Rechenzentrum entstehen. Georg Stamatelopoulos, Vorstandsvorsitzender des Energieunternehmens EnBW, hat vorgeschlagen, das Gelände für diesen neuen Zweck umzunutzen. Die starke Infrastruktur des Standorts macht ihn für Investoren attraktiv.
Der letzte Reaktor in Neckarwestheim wurde Anfang 2023 im Rahmen des deutschen Atomausstiegs abgeschaltet. Seither prüft EnBW mögliche Nachnutzungen für das Areal. Die Anlage verfügt bereits über einen leistungsstarken Netzanschluss und hochwertige Glasfaserverbindungen – entscheidende Voraussetzungen für ein großes Rechenzentrum.
Stamatelopoulos hat nun konkrete Pläne vorgelegt, den Standort in ein auf Künstliche Intelligenz spezialisiertes Datenzentrum umzuwandeln. EnBW würde das Gelände zur Verfügung stellen, sofern sich passende Investoren finden. Der Vorschlag passt zur Strategie der Europäischen Union, fünf große AI-Rechenzentren in Europa aufzubauen.
Die bestehende Energie- und Digitalinfrastruktur könnte den Bau beschleunigen und den Standort für Unternehmen interessant machen, die groß angelegte KI-Operationen planen. Sollte das Vorhaben Realität werden, könnte Neckarwestheim zu einem der zentralen KI-Standorte Europas avancieren. Die starke Netz- und Glasfaseranbindung senkt die Aufbaukosten und verkürzt die Umsetzungszeit. Nun kommt es darauf an, die richtigen Partner zu finden, um das Projekt voranzubringen.






