22 March 2026, 14:13

Tübinger Uniklinik stellt Abrechnungssystem bis 2026 auf S4.health um

Alte Postkarte mit einer Briefmarke aus Leipzig, Deutschland, an ein Krankenhaus adressiert, mit Text und postalischen Markierungen.

Tübinger Uniklinik stellt Abrechnungssystem bis 2026 auf S4.health um

Universitätsklinikum Tübingen rüstet sein Abrechnungssystem für das Ende der SAP-IS-H-Unterstützung 2030 auf

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Das Universitätsklinikum Tübingen mit rund 1.600 Betten stellt sein Abrechnungssystem um, um sich auf die geplante Einstellung des SAP-IS-H-Supports im Jahr 2030 vorzubereiten. Als neue Lösung wurde S4.health gewählt. Der Schritt ist Teil einer umfassenderen Modernisierung der IT-Infrastruktur der Einrichtung.

Den Auftakt der Umstellung bildete 2024 die Migration des ERP-Systems auf SAP S/4HANA. Diese Maßnahme schuf die Grundlage für weitere Upgrades. Anfang 2025 führte das Klinikum eine IS-H-Bereitschaftsanalyse durch und veranstaltete Workshops, um die Mitarbeiter auf die Veränderungen vorzubereiten.

Nach der Evaluierung mehrerer Anbieter unterzeichnete das Krankenhaus im Juni 2025 einen Vertrag mit dem Dienstleister ATSP. Das neue S4.health-System, das auf SAP S/4HANA basiert, wird die bisherige IS-H-Plattform vollständig ersetzen. Dabei bleiben alle bestehenden Abrechnungsfunktionen erhalten und werden in die aktualisierte Umgebung integriert.

Ein Team von 12 bis 15 IT-Mitarbeitern steuert das Projekt, wobei die Systemtrennung eine der zentralen Herausforderungen darstellt. Die Inbetriebnahme der neuen Lösung ist bis Ende 2026 geplant. Parallel dazu können andere Einrichtungen, die das Klinische Arbeitsplatzsystem (KAS) i.s.h.med nutzen, dieses vorerst ohne sofortige Anpassungen weiterbetreiben, während sie ihre eigenen KIS-Upgrades (Krankenhausinformationssystem) vorantreiben.

Mit dem Wechsel zu S4.health sichert sich das Universitätsklinikum Tübingen seine Abrechnungsfähigkeiten auch über 2030 hinaus. Ziel des Projekts ist es, Störungen für das Personal so gering wie möglich zu halten und einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Der schrittweise Ansatz der Klinik spiegelt einen branchenweiten Trend wider: Gesundheitsdienstleister bereiten sich auf das Auslaufen von SAP IS-H vor.

Quelle