01 May 2026, 12:12

Traditionsunternehmen Mayer & Cie. meldet nach 120 Jahren Insolvenz an

Offenes Buch mit handgeschriebener genealogischer Tafel einer deutschen Familie

Traditionsunternehmen Mayer & Cie. meldet nach 120 Jahren Insolvenz an

Mayer & Cie., ein 120 Jahre alter Maschinenbauer, meldet Insolvenz an

Der familiengeführte Betrieb, der heute in vierter Generation von den Mayers geführt wird, steckt in schweren finanziellen Turbulenzen. Steigende Kosten und nachlassende Nachfrage haben das Unternehmen an den Rand des Ruins getrieben.

Das Unternehmen ist spezialisiert auf Rundstrick- und Flechtmaschinen für Branchen wie Automobilbau und Luftfahrt. Doch der Umsatz ist in den letzten Jahren um 50 Prozent eingebrochen. Chinesische Konkurrenten, die den Markt mit günstigen Textilmaschinen fluten, haben die Preise unterboten und Mayer & Cie. hart getroffen.

Auch die hohe Inflation in der Türkei, einem wichtigen Absatzmarkt, hat die Erträge stark schmälern lassen. Der Krieg in der Ukraine und die anhaltenden Handelskonflikte zwischen den USA und China verschärften die Lage zusätzlich. Bis 2023 brachen die Aufträge so stark ein, dass in allen Abteilungen Kurzarbeit eingeführt werden musste.

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Die Insolvenzverfahren laufen nun in Eigenverwaltung – die aktuelle Geschäftsführung mit Benjamin, Marcus und Sebastian Mayer bleibt vorerst an der Spitze. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter, Ilkin Bananyarli, sowie der Restrukturierungsexperte Martin Mucha begleiten den Prozess. Mucha hat 100 Millionen Euro zugesagt, um das Unternehmen zu stabilisieren.

Die 280 Mitarbeiter erhalten für die nächsten drei Monate Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit. Mayer & Cie. führt die Produktion fort, während die Umstrukturierung vorangetrieben wird. Die 100-Millionen-Euro-Hilfe soll die Zukunft des Unternehmens sichern. Die Belegschaft ist indes auf staatliche Unterstützung angewiesen, während das Unternehmen seine finanziellen Herausforderungen bewältigt.

Quelle