Tialini verlässt Deutschland: Das Ende einer gescheiterten Restaurantkette
Hellmut RudolphTialini verlässt Deutschland: Das Ende einer gescheiterten Restaurantkette
Tialini, die italienische Restaurantkette, die einst vom ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking unterstützt wurde, hat sich vollständig vom deutschen Markt zurückgezogen. Am 18. März 2026 schloss die letzte Filiale in Karlsruhe ihre Türen – damit endete die Präsenz der Kette in Deutschland.
Der Rückzug begann bereits im Juli 2025, als Geschäftsführerin Alena Wiedeking den Beschluss bekanntgab, den deutschen Markt zu verlassen. Trotz ehrgeiziger Pläne aus dem Jahr 2013, insgesamt 100 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu eröffnen, brachte es Tialini lediglich auf fünf Filialen. Das ursprüngliche Ziel von rund 20 Restaurants allein in Deutschland wurde nie erreicht.
Mit der Schließung aller Standorte ergeben sich nun Chancen für konkurrierende italienische Ketten. L'Osteria und andere Mitbewerber haben bereits einige der frei gewordenen Räumlichkeiten übernommen.
Tialini war mit starker finanzieller Unterstützung durch das Familienbüro von Wendelin Wiedeking in den Markt eingestiegen. Doch die begrenzte Expansion und der spätere Niedergang bedeuten, dass das einst vielversprechende Projekt leise gescheitert ist.
Das letzte Tialini-Restaurant in Karlsruhe hat nun geschlossen und besiegelt damit den Abschied der Kette aus Deutschland. Die Schließungen hinterlassen leerstehende Immobilien, von denen einige bereits von konkurrierenden italienischen Gastronomiebetrieben übernommen wurden. Der Marktaustritt folgt auf Jahre des Kämpfens, in denen die Kette ihre ursprünglichen Wachstumsziele nie erreichte.






