08 May 2026, 12:10

Thailändische Touristinnen scheitern mit Luxus-Betrug bei der Mehrwertsteuer-Erstattung

Papier mit einem "Kerzen & Seifen-Warehouse"-Stempel, das wie ein Beleg mit zusätzlichem Text aussieht.

Thailändische Touristinnen scheitern mit Luxus-Betrug bei der Mehrwertsteuer-Erstattung

Zwei thailändische Reisende wurden dabei ertappt, wie sie versucht haben, sich durch Betrug Mehrwertsteuer-Erstattungen für Luxusgüter im Wert von rund 6.400 Euro zu erschleichen. Der Vorfall ereignete sich, nachdem Zollbeamte Unstimmigkeiten zwischen ihrem Gepäck und den in den Ausfuhrbescheinigungen deklarierten Waren festgestellt hatten.

Die Frauen hatten Ausfuhrpapiere für nichtgewerbliche Reisen beantragt, in denen sie hochpreisige Modeartikel aufgeführt hatten. Die Dokumente waren bereits im März ausgestellt worden. Bei einer anschließenden Gepäckkontrolle durch die Zollbehörden stimmten die Inhalte jedoch nicht mit den angegebenen Waren überein.

Die Güter waren in Stuttgart, Ingolstadt und München erworben worden. Bei einem Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent hätten die Frauen unrechtmäßig Erstattungen in Höhe von etwa 1.220 Euro beanspruchen können. Das Hauptzollamt Singen, das im vergangenen Jahr fast fünf Millionen Ausfuhrbescheinigungen bearbeitet hatte, leitete den Fall zur weiteren Prüfung ein.

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Mittlerweile wurden gegen die Reisenden Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet. Die Behörden haben eine Sicherheitsleistung von rund 1.400 Euro festgesetzt, um die zu erwartenden Bußgelder abzudecken.

Nach deutschem Recht können Besucher aus Drittstaaten unter bestimmten Voraussetzungen mehrwertsteuerfrei einkaufen. Die Befreiung gilt jedoch nur für physische Waren – nicht für Dienstleistungen – und erfordert die strikte Einhaltung der Zollvorschriften.

Der Fall zeigt die Risiken auf, die mit gefälschten Mehrwertsteuer-Erstattungsanträgen verbunden sind. Ausführliche Informationen zu den Ausfuhrbestimmungen finden sich auf der Website des Bundesfinanzministeriums und im deutschen Zollportal (www.zoll.de). Die Ermittlungen dauern an, den beteiligten Frauen drohen mögliche Sanktionen.

Quelle