Südbaden will mit neuer Innovationsstrategie zur Spitzenregion werden
Marliese MülichenSüdbaden will mit neuer Innovationsstrategie zur Spitzenregion werden
Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Vermittlungsinstitutionen trafen sich diese Woche in Freiburg, um die Innovationslandschaft der Region zu stärken. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Entwicklung einer einheitlichen Strategie für Südbaden, das bereits über eine starke Forschungsbasis und Expertise in Zukunftsbereichen wie Lebenswissenschaften und künstlicher Intelligenz verfügt.
Das neu gegründete regionale Gremium für das Regionale Innovationssystem (RIS) am Südlichen Oberrhein und Hochrhein hat eine klare Aufgabe: die zahlreichen Akteure der Region besser zu vernetzen. Bisher erschwert das Fehlen einer übergreifenden Strategie vor allem kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Innovationsdienstleistungen. Das Gremium will dies ändern, indem es lokale Initiativen und bisherige Projekte in einem kohärenten Gesamtkonzept zusammenführt.
Alle Teilnehmer der Veranstaltung einigten sich auf zwei zentrale Prioritäten. Erstens muss die Region ihre Außenwahrnehmung verbessern, um ihr Innovationspotenzial sichtbarer zu machen. Zweitens soll der Wissens- und Technologietransfer für Unternehmen einfacher und effizienter gestaltet werden. Michael Löffler, Leiter Innovation und Digitalisierung bei der IHK Südlicher Oberrhein, betonte, dass Innovation auch nach dem aktuellen Förderzeitraum ein zentraler strategischer Schwerpunkt bleiben werde.
Das Projekt wird durch Landes- und EU-Mittel gefördert und soll über die erste Phase hinaus fortgeführt werden. Zu den Stärken Südbadens zählen die Universität Freiburg, Fraunhofer-Institute, das Hahn-Schickard-Institut sowie mehrere Hochschulen. Durch eine engere Vernetzung dieser Einrichtungen will die Region zu einem sichtbareren und einflussreicheren Innovationsstandort werden.
Das neue RIS-Gremium wird die Aktivitäten der vielen regionalen Akteure bündeln, um Innovationsdienstleistungen für Unternehmen zugänglicher zu machen und Südbaden als führende Region in Bereichen wie nachhaltige Energien und KI zu etablieren. Der langfristige Erfolg des Projekts hängt davon ab, ob die Zusammenarbeit und Förderung auch über die ersten Schritte hinaus aufrechterhalten werden.






