Stuttgarter Flughafen kämpft sich langsam aus der Pandemie-Krise
Abraham HermighausenStuttgarter Flughafen kämpft sich langsam aus der Pandemie-Krise
Flughafen Stuttgart erholt sich langsam von den Pandemie-Folgen
Die Passagierzahlen am Stuttgarter Flughafen steigen seit 2022 zwar stetig an, doch die finanziellen Herausforderungen bleiben bestehen. Die Geschäftsführung rechnet nun damit, dass sich die Fluggastzahlen bis Ende des Jahrzehnts wieder auf dem Niveau vor der Corona-Pandemie erholen werden.
2019 verzeichnete der Flughafen noch 12,7 Millionen Reisende bei einem Umsatz von 300 Millionen Euro und einem Gewinn von 50,2 Millionen Euro. In den folgenden Jahren brachen die Zahlen aufgrund der Pandemie jedoch stark ein. 2022 sank die Passagierzahl deutlich, und trotz 204 Millionen Euro Umsatz verbuchte der Flughafen ein Minus von 16,1 Millionen Euro.
Für 2023 werden 8,3 Millionen Fluggäste erwartet – ein Anstieg gegenüber den 7 Millionen im Vorjahr. Die Prognosen für 2024 deuten auf ein weiteres Wachstum auf 9 Millionen Passagiere hin. Dennoch reichen die aktuellen Passagierzahlen noch nicht aus, um unter den bestehenden finanziellen Rahmenbedingungen die Kosten zu decken.
Um die Finanzen zu stabilisieren, hat der Flughafen Sparmaßnahmen eingeleitet und neue Einnahmequellen erschlossen. Dazu gehören die Vermietung ungenutzter Büroräume und die Senkung des Energieverbrauchs. Mit einer Rückkehr in die Gewinnzone wird frühestens 2026 gerechnet, während eine vollständige Erholung der Passagierzahlen voraussichtlich zwischen 2028 und 2030 eintreten wird.
Ulrich Heppe, Geschäftsführer des Stuttgarter Flughafens, zeigt sich trotz der anhaltenden Herausforderungen optimistisch für die langfristige Entwicklung. Der Fokus liege nun auf schrittweisem Wachstum und finanzieller Stabilität. Bei anhaltendem Trend könnte das Passagieraufkommen bis Ende des Jahrzehnts wieder das Vor-Pandemie-Niveau erreichen.






