Stuttgarter Bürgerinitiative stoppt Großprojekt am Hauptbahnhof mit 24.000 Unterschriften
Jovan JohannWird das Volksbegehren von Stuttgart 21 die Entwicklung der Schienenwege blockieren? - Stuttgarter Bürgerinitiative stoppt Großprojekt am Hauptbahnhof mit 24.000 Unterschriften
Bürgerinitiative in Stuttgart sammelt fast 24.000 Unterschriften gegen Großprojekt am Hauptbahnhof
Eine Bürgerinitiative in Stuttgart hat nahezu 24.000 Unterschriften gesammelt, um sich gegen Pläne für eine großflächige Bebauung am Stuttgarter Hauptbahnhof zu wehren. Im Mittelpunkt des Streits stehen Vorhaben, nach Fertigstellung des unterirdischen Projekts Stuttgart 21 Tausende Wohnungen auf dem Vorplatz des Bahnhofs zu errichten.
Die Initiative will die Bauarbeiten stoppen, um den historischen Kopfbahnhof zu erhalten, der derzeit über 16 Gleise verfügt – doppelt so viele wie der neue unterirdische Bahnhof. Die Gruppe reichte 23.926 Unterschriften ein und überschritt damit die für ein gültiges Bürgerbegehren erforderliche Marke von 20.000. Das Statistische Amt der Stadt prüft nun die Eingaben, ein Prozess, der sich bis Dezember hinziehen könnte.
Ein zentraler Streitpunkt ist der Beginn der dreimonatigen Sammelfrist für die Unterschriften. Stadt und Gegner streiten noch über verfahrensrechtliche Details. Sollte die Verwaltung den Antrag aus formalen Gründen ablehnen, hat die Initiative rechtliche Schritte angekündigt.
Die Gruppe wertet die Unterschriftenaktion als Erfolg und erwartet eine verbindliche Bürgerabstimmung über die Bebauungspläne. Ihr Ziel ist es, die Bauvorhaben zu stoppen und die größere Kapazität sowie den historischen Charakter des bestehenden Bahnhofs zu bewahren.
Der nächste Schritt hängt von der Prüfung der Unterschriften durch die Stadt ab. Bei einer Genehmigung will die Initiative ein Bürgerbegehren anstreben, um über die Zukunft des Bahnhofsgeländes entscheiden zu lassen. Falls die Stadt die Gültigkeit des Antrags bestreitet, bleibt der Rechtsweg eine Option.






