Stuttgart friert Einstellungen ein – doch nicht alle Stellen sind betroffen
Marliese MülichenStuttgart friert Einstellungen ein – doch nicht alle Stellen sind betroffen
Der Stuttgarter Stadtrat hat bis Ende März ein Einstellungs- und Wiedereinstellungsstopp verhängt. Die Entscheidung folgt einem im Juni beschlossenen Haushaltskonsolidierungsplan, der darauf abzielt, die Ausgaben in der gesamten Verwaltung zu senken. Nicht alle Stellen sind betroffen: Schlüsseldienste und Pflichtaufgaben bleiben von den Einschränkungen ausgenommen.
Der Stopp gilt für den Großteil der Stellen in der Stadtverwaltung, sieht jedoch Ausnahmen für zentrale Bereiche vor. Positionen in den Bereichen öffentliche Ordnung, Bürgerämter, Migration sowie Jugendhilfe werden weiterhin besetzt. Auch Elternzeitvertretungen, Mutterschutz und Auszubildende mit Arbeitsplatzgarantie sind nicht betroffen.
Das Vorhaben wurde mit den Stimmen von CDU, Bündnis 90/Die Grünen, AfD, Freien Wählern und FDP beschlossen. Achtzehn Stadträte anderer Fraktionen stimmten dagegen. Der Personaletat der Stadt beläuft sich auf über eine Milliarde Euro, doch rund 500 Stellen im freiwilligen Bereich und 1.500 Pflichtaufgabenpositionen sind weiterhin unbesetzt.
Die städtischen Eigenbetriebe sind von dem Einstellungsstopp nicht betroffen. Ein Folgeplan muss dem Stadtrat bis zu den Haushaltsberatungen für 2026/2027 vorgelegt werden, die für den 10. und 11. Dezember angesetzt sind.
Der Einstellungsstopp bleibt bis Ende März in Kraft, mit Ausnahmen für unverzichtbare Dienstleistungen. Ein detaillierter Vorschlag für weitere Schritte wird während der anstehenden Haushaltsdebatten geprüft. Mit der Maßnahme soll die finanzielle Stabilität der Stadt gesichert werden, ohne dass essentielle öffentliche Aufgaben beeinträchtigt werden.






