Stuttgart 21 setzt sich durch: Gäubahn-Strecke wird 2026 gekürzt – trotz DUH-Klagen
Marliese MülichenStuttgart 21 setzt sich durch: Gäubahn-Strecke wird 2026 gekürzt – trotz DUH-Klagen
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ist mit ihren juristischen Versuchen gescheitert, die Verkürzung der Gäubahn-Strecke zu stoppen. Sowohl das Verwaltungsgericht Stuttgart als auch der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg wiesen die Klagen der Organisation ab und ebneten damit den Weg für die geplanten Bauarbeiten im Rahmen von Stuttgart 21. Die Änderungen werden ab dem Frühjahr 2026 zu Einschränkungen im Zugverkehr führen.
Die Gäubahn verbindet Stuttgart über Böblingen, Horb und Singen mit Zürich. Im Zuge des Projekts Stuttgart 21 wird die Strecke ab Anfang 2026 nicht mehr den Stuttgarter Hauptbahnhof anfahren. Stattdessen enden die Züge für mehrere Jahre im Stadtteil Vaihingen, bis eine neue unterirdische Verbindung fertiggestellt ist. Reisende müssen dann in Regionalzüge oder die S-Bahn umsteigen, um ihre Fahrt fortzusetzen.
Die DUH hatte gefordert, dass das Eisenbahn-Bundesamt die Bauarbeiten stoppt, und argumentierte gegen die Streckenkürzung. Doch sowohl das Verwaltungsgericht Stuttgart als auch der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg wiesen die Beschwerden zurück. Die Gerichte urteilten, dass die DUH kein Klagerecht besitze und keine stichhaltigen Gründe vorlägen, um die bestehende Planfeststellung aufzuheben.
Diese jüngste Ablehnung folgt auf eine ähnliche, bereits im Februar gescheiterte Klage der DUH. Die Eilanträge der Organisation wurden wiederholt abgelehnt, sodass nun keine rechtlichen Hindernisse mehr für das Projekt bestehen.
Da alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft sind, wird die Verkürzung der Gäubahn wie geplant umgesetzt. Ab 2026 müssen Fahrgäste, die zum Stuttgarter Hauptbahnhof wollen, jahrelang in Vaihingen umsteigen. Die Änderungen sind Teil des umfassenden Infrastrukturprojekts Stuttgart 21.






