Stuttgart 21 öffnet an Ostern seine Türen für seltene Baustellen-Einblicke
Jovan JohannStuttgart 21 öffnet an Ostern seine Türen für seltene Baustellen-Einblicke
Stuttgarts lange erwartete Bahn-Revolution: Stuttgart 21 macht sichtbare, wenn auch langsame Fortschritte
Das Großprojekt Stuttgart 21, das einen neuen unterirdischen Hauptbahnhof, kilometerlange Tunnel und verbesserte Anbindungen an den Flughafen umfasst, nimmt langsam, aber erkennbar Gestalt an. Zwar wurde die geplante Teilinbetriebnahme verschoben, einen neuen Termin haben die Verantwortlichen jedoch noch nicht bestätigt.
An diesem Osterwochenende erhält die Öffentlichkeit nun eine seltene Gelegenheit, die Baustelle zu besichtigen. An drei Tagen werden kostenlose, zeitlich gestaffelte Führungen angeboten, die Einblicke in das historische Bonatz-Bauwerk und die entstehende Bahnhofarchitektur gewähren.
Ein Projekt, das die Stuttgarter Bahninfrastruktur neu definiert Stuttgart 21 verwandelt das Eisenbahnnetz der Stadt grundlegend: Ein neuer unterirdischer Durchgangsbahnhof ersetzt den alten Kopfbahnhof und ermöglicht künftig reibungslosere Verbindungen. Insgesamt wurden bereits 56,3 Kilometer Tunnel gebaut, darunter eine 25,2 Kilometer lange Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Wendlingen sowie der 9,5 Kilometer lange Fildertunnel, der den Flughafen und weitere Strecken anbindet.
Auch am denkmalgeschützten Bonatz-Bau, einem historischen Teil des Ensembles, gehen die Arbeiten voran. Noch in diesem Jahr soll die Fassadengestaltung abgeschlossen werden, zudem werden Rolltreppen und Aufzüge installiert. Mit der vollständigen Inbetriebnahme des Bahnhofs im Dezember 2026 wird dann moderne Digitaltechnik den Betrieb von Fern- und Regionalzügen steuern.
Ursprünglich war eine frühere Teilöffnung vorgesehen. Doch Verzögerungen haben den Zeitplan durcheinandergebracht – Medienberichte spekulieren über eine Verschiebung auf 2029 oder sogar 2030. Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla hat diese Meldungen zwar nicht bestätigt, doch bis Mitte 2026 soll ein überarbeiteter Betriebsplan vorliegen.
Osteröffnung: Ein Blick hinter die Kulissen Von Karsamstag bis Ostermontag können Interessierte die Baustelle zwischen 10:00 und 17:00 Uhr besichtigen. Bei voller Auslastung aller Zeitslots könnten bis zu 78.000 Besucher teilnehmen. Die Tickets sind kostenlos, müssen jedoch im Voraus reserviert werden – pro Person sind maximal sechs Karten möglich. Zu sehen gibt es unter anderem das Bahnhofsdach, das Bonatz-Gebäude sowie Ausstellungen zur Technik des Projekts und den zukünftigen Verkehrsanbindungen.
Die Osteröffnung bietet der Öffentlichkeit einen ersten Einblick in den Fortschritt von Stuttgart 21. Die kostenlosen Tickets ermöglichen zeitlich begrenzte Besichtigungen der Baustelle, wobei jeder Besucher bis zu sechs Karten erhalten kann. Die vollständige Inbetriebnahme des Bahnhofs bleibt vorerst für Dezember 2026 geplant – weitere Verzögerungen sind jedoch nicht ausgeschlossen.






