11 June 2026, 14:10

Streit um Elektroauto-Zukunft spaltet Mercedes-Werk in Stuttgart-Untertürkheim

Daimler-Betriebsrat blockiert Überstunden

Streit um Elektroauto-Zukunft spaltet Mercedes-Werk in Stuttgart-Untertürkheim

Am Mercedes-Benz-Werk in Stuttgart-Untertürkheim haben sich die Spannungen zwischen Unternehmensführung und Mitarbeitervertretung zugespitzt. Im Mittelpunkt des Streits steht die Rolle des Standorts in der Elektroauto-Strategie des Konzerns. Die Arbeitnehmervertreter warnen, die Zukunft des Werks sei nun ungewiss.

Ein Treffen am Montag brachte keine Einigung. Der Betriebsrat fordert, dass am Standort mindestens ein Elektrofahrzeugmodell produziert wird. Die Unternehmensführung hat dies bisher nicht zugesichert – was die Verärgerung weiter schürt.

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Als Reaktion kündigte der Betriebsrat an, ab dem 1. Juli keine Überstunden mehr in der Produktion zu genehmigen. Diese Maßnahme könnte die Auslastung des Werks mit rund 19.000 Beschäftigten verringern. Zudem pocht der Betriebsrat auf einen größeren Anteil an künftigen Arbeitsplätzen in der Elektroauto-Produktion bei Mercedes-Benz insgesamt.

Das Unternehmen selbst plant bis 2022 die Markteinführung von zehn neuen rein elektrischen Modellen. In der aktuellen Strategie ist die Rolle Untertürkheims bei diesem Wandel jedoch nicht klar verankert.

Die Verweigerung der Überstundengenehmigungen könnte zu einer Verlangsamung der Produktion führen. Da die Forderungen des Betriebsrats weiterhin unerfüllt bleiben, steht die langfristige Position des Standorts infrage. Beide Seiten liegen weiterhin im Clinch über die Einbindung des Werks in die Elektroauto-Fertigung.

Quelle