STIHL revolutioniert Finanzierung mit digitaler Plattform und eigenem System
Abraham HermighausenSTIHL revolutioniert Finanzierung mit digitaler Plattform und eigenem System
STIHL, der weltweit führende Hersteller von Kettensägen, hat ein neues gruppenweites Finanzierungssystem eingeführt, um saisonale Schwankungen im Working Capital besser zu bewältigen. Das Unternehmen wählte dabei einen ungewöhnlichen Ansatz: Es strukturierte die Transaktion eigenständig und setzte digitale Tools ein, um den Prozess effizienter zu gestalten.
STIHL organisierte die Finanzierung in Eigenregie, während die SEB als Documentation Agent fungierte. Für die Abwicklung nutzte das Unternehmen die digitale Plattform vc trade, über die Dokumente geprüft, Finanzierungsvolumina zugewiesen und Auszahlungsbedingungen bestätigt wurden. Dieses System ermöglicht es dem Treasury-Team von STIHL, sämtliche Finanzierungsbeziehungen kontinuierlich über dieselbe Plattform zu steuern.
Kernstück der Vereinbarung ist ein innovatives Common Terms Agreement (CTA), das alle zentralen Konditionen zwischen STIHL und seinen Hauptbanken in einem einheitlichen Dokument zusammenfasst. Auf dieser Grundlage wurden individuelle bilaterale Kredite mit standardisierten Bedingungen abgeschlossen, die wie ergänzende Finanzierungslinien funktionieren.
Bei der rechtlichen Beratung waren zwei Kanzleien beteiligt: White & Case, vertreten durch Counsel Sascha H. Schmidt, unterstützte die SEB sowie das Bankenkonsortium. Die Kanzlei Taylor Wessing – mit Clemens Niedner, Moritz Probst und Victoria Meyer – beriet STIHL hingegen zur Struktur der Finanzierung.
Das neue System verschafft STIHL mehr Kontrolle über seine Finanzierungsaktivitäten, bleibt dabei aber flexibel genug, um saisonale Bedürfnisse abzudecken. Durch die Nutzung einer einzigen digitalen Plattform und standardisierter Vertragsbedingungen hat das Unternehmen die Verwaltung seiner Bankbeziehungen deutlich vereinfacht. Die neue Lösung ist mittlerweile voll einsatzbereit.






