SPD-Spitzenpolitikerin fordert AfD-Verbot nach Kooperationsdebatte
Abraham HermighausenSPD-Spitzenpolitikerin fordert AfD-Verbot nach Kooperationsdebatte
Eine führende Vertreterin der SPD hat Vorschläge für eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD scharf kritisiert. Serpil Midyatlı, stellvertretende Bundesvorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, verurteilte die Idee als gefährlich und undemokratisch. Ihre Äußerungen erfolgten, nachdem ein ehemaliger Parteikollege die Prüfung von Minderheitsregierungen mit Duldung der AfD ins Spiel gebracht hatte.
Der Streit entzündete sich, als Torsten Albig, ehemaliger Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, SPD-Mitglieder aufforderte, über die Bildung von Minderheitsregierungen nachzudenken – gestützt auf die Tolerierung durch die Alternative für Deutschland (AfD), eine Partei, die Midyatlı wiederholt als extremistisch bezeichnet hat.
Midyatlı konterte mit der Bezeichnung der AfD als „unmenschlich und demokratiefeindlich“. Sie bestand darauf, dass die Partei umgehend einer verfassungsrechtlichen Prüfung unterzogen werden müsse, um ihre Legalität zu bewerten. Noch weitergehend forderte sie ein vollständiges Verbot der AfD mit der Begründung, diese stelle eine direkte Bedrohung für die deutschen Werte dar.
Gleichzeitig machte Midyatlı ihre persönliche Haltung deutlich: Als Sozialdemokratin gelobte sie, sich stets gegen jede Form der Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Gruppierung zu stellen. Ihre Aussagen spiegeln die tiefen Gräben innerhalb der SPD wider, wenn es um den Umgang mit dem wachsenden politischen Einfluss der AfD geht.
Der Konflikt unterstreicht die Spannungen um die Rolle der AfD in der deutschen Politik. Während Midyatlı mit ihrer Forderung nach einem Verbot und einer verfassungsrechtlichen Überprüfung jede Annäherung an die Partei kategorisch ablehnt, bleibt Albigs Vorschlag einer taktischen Zusammenarbeit innerhalb der SPD ein umstrittenes Thema.






