SPD in Baden-Württemberg ändert Wahlkampfstrategie nach Kandidatenskandal
Abraham HermighausenWahlprogramm und Landesliste - SPD trifft sich zum Parteitag - SPD in Baden-Württemberg ändert Wahlkampfstrategie nach Kandidatenskandal
Die SPD in Baden-Württemberg überarbeitet ihre Wahlkampfstrategie, nachdem ein prominenter Kandidat zurückgetreten ist. Daniel Born, ursprünglich auf Platz fünf der Landesliste, zog sich nach einem Skandal um einen Hakenkreuz-Vorfall aus der Kandidatur zurück. Die Änderungen erfolgen kurz vor der Landtagswahl am 8. März 2026, während die Partei an diesem Wochenende einen wichtigen Parteitag in Ulm abhält.
Borns Rücktritt zwang die SPD, ihre Kandidatenliste neu zu ordnen. Er hatte zunächst eine Spitzenposition inne, war aber nach internen Streitigkeiten auf Platz 12 gerutscht. Nun prüft die Parteiführung mögliche Nachrücker, darunter Raphael Vallender, Nina Henz und Andreas Stochdorf.
Auf dem Ulmer Parteitag wird die SPD ihr Wahlprogramm finalisieren. Der Landesvorsitzende und Spitzenkandidat Andreas Stoch wird das Programm vorstellen, das unter anderem die Abschaffung der Kita-Gebühren und eine Reform des Schulsystems hin zu einem zweigliedrigen Modell vorsieht. Auch der Bundesvorsitzende der SPD, Lars Klingbeil, wird zu den Delegierten sprechen.
Neben der Bildungspolitik setzt die Partei im Wahlkampf auf Themen wie Arbeitsplatzsicherheit, bezahlbaren Wohnraum und eine bessere Gesundheitsversorgung. Nach dem Parteitag wird die SPD die gesamte Kandidatenliste noch einmal überarbeiten, um die durch Born freigewordene Position neu zu besetzen.
Die Anpassungen der SPD folgen auf Borns Ausstieg und sollen den Wahlkampf vor der Abstimmung 2026 stabilisieren. Die überarbeitete Kandidatenliste und das Programm werden nach Abschluss des Parteitags feststehen. Die Partei bleibt dabei auf ihre sozialdemokratischen Schwerpunkte konzentriert, während sie sich auf die Wahl vorbereitet.






