SPD Baden-Württemberg wählt neue Doppelspitze nach historischer Wahlniederlage
Marliese MülichenSPD Baden-Württemberg wählt neue Doppelspitze nach historischer Wahlniederlage
Die SPD in Baden-Württemberg hat eine neue Doppelspitze gewählt, um auf die jüngste Wahlniederlage zu reagieren. Isabel Cadematori und Robin Mesarosch übernehmen als gleichberechtigte Vorsitzende, nachdem sie bei einer Mitgliederbefragung deutliche Unterstützung erhielten. Ihre Wahl folgt auf den Rückgang der SPD auf den vierten Platz im Landtag – hinter der AfD.
An der Umfrage beteiligten sich 46,5 Prozent der rund 30.000 SPD-Mitglieder im Land. Isabel Cadematori, 38-jährige Bundestagsabgeordnete aus Mannheim, und Robin Mesarosch, 35-jähriger ehemaliger Landtagsabgeordneter aus Sigmaringen, setzten sich mit einer absoluten Mehrheit von 56,5 Prozent durch. Das Ergebnis muss nun auf einem Parteitag in Ulm an diesem Wochenende formal bestätigt werden.
Die künftigen Vorsitzenden wollen sich vor allem auf soziale Ungleichheit und Klimaschutz konzentrieren. Zudem streben sie eine Neuausrichtung der Parteikommunikation an: Statt einzelner Stellungnahmen sollen künftig drei bis vier abgestimmte Kampagnen pro Jahr im Mittelpunkt stehen.
Die Doppelspitze markiert einen Neuanfang für die SPD in Baden-Württemberg nach der historischen Niederlage im März. Mit ihrer inhaltlichen Ausrichtung und der neuen Kommunikationsstrategie will die Partei wieder an Zustimmung gewinnen. Die formale Abstimmung in Ulm wird ihre Ämter endgültig besiegeln.






