16 March 2026, 16:14

Spargelknappheit in Baden-Württemberg: Importe brechen um 18 Prozent ein

Frische Spargelbündel auf einem Bauernmarkt zum Verkauf ausgestellt, mit einer Person im Hintergrund zwischen Bäumen, Gebäuden und unter einem klaren blauen Himmel.

Baden-Württemberg importiert weniger Spargel - Spargelknappheit in Baden-Württemberg: Importe brechen um 18 Prozent ein

Baden-Württemberg verzeichnete 2025 einen deutlichen Rückgang bei Spargelimporten

Die Einfuhren gingen um 640 Tonnen zurück – ein Minus von 18,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig sank auch die heimische Ernte, während die Nachfrage nach grünem Spargel in der Region weiter stieg.

Die Landwirte im Südwesten ernteten 2025 insgesamt 8.442 Tonnen Spargel, etwa zwei Prozent weniger als im Jahr zuvor. Trotz der geringeren Erntemenge meldeten Händler eine wachsende Nachfrage nach regionalem Grünspargel. Der Pro-Kopf-Verbrauch in der Region ging jedoch leicht zurück.

Frühe Ernte 2025 dämpfte Importbedarf Insgesamt führte Baden-Württemberg rund 2.900 Tonnen frischen oder gekühlten Spargel ein. Mehr als die Hälfte der Lieferungen – 52,1 Prozent – stammte aus Spanien, dem wichtigsten Bezugsland.

Die schweren Überschwemmungen und Ernteschäden in Spanien im Vorjahr dürften zu den geringeren Importzahlen beigetragen haben. Das Land, ein zentraler Lieferant, hatte mit Produktionsproblemen zu kämpfen, die vermutlich die Exportmengen begrenzten.

Durch den Rückgang der Importe stand in Baden-Württemberg 18,3 Prozent weniger ausländischer Spargel zur Verfügung als 2024. Lokale Erzeuger deckten zwar einen größeren Teil des Marktes ab, doch auch ihre Erträge sanken. Angesichts der weiterhin steigenden Nachfrage nach Grünspargel könnte sich die Abhängigkeit der Region von Importen in den kommenden Jahren verändern.

Quelle