Sicherer Schulweg: Neue Verordnung macht Straßen ab 2025 autofrei
Marliese MülichenSicherer Schulweg: Neue Verordnung macht Straßen ab 2025 autofrei
Ab dem Schuljahr 2025/2026 sollen Schulwege für Kinder sicherer werden – das sieht eine neue Landesinitiative vor. Das Verkehrsministerium hat eine Verordnung erlassen, die Kommunen dabei unterstützt, Schulstraßen und Schulzonen einzurichten. Damit sollen Zu-Fuß-Gehen, Radfahren und das Fahren mit Rollern gefördert sowie die Verkehrsgefahren in der Nähe von Schulen verringert werden.
Die Verordnung gibt Kommunen klare rechtliche Vorgaben an die Hand, um Schulstraßen und -zonen umzusetzen. Schulstraßen werden zu Bring- und Abholzeiten vorübergehend für den motorisierten Verkehr gesperrt. Schulzonen hingegen werden dauerhaft autofrei und zu Gemeinschaftsräumen für alle Altersgruppen umgestaltet.
Zum Programm gehören zudem ein Fahrradführerschein für Kinder sowie das MOVERS-Toolkit Sichtbare Schulwege für Grundschulen. Die Kommunen erhalten Leitlinien für Beschilderungen und die Abstimmung zwischen Verkehrsbehörden, Schulen und lokaler Verwaltung.
MOVERS – Aktiv zur Schule ist ein ressortübergreifendes Projekt, das sich für sichere, selbstständige Mobilität von Kindern einsetzt. Es bietet Beratungsleistungen und Materialien, um Schulen bei der Einrichtung verkehrsberuhigter Zonen zu unterstützen. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern gesündere und sicherere Wege zur Schule zu ermöglichen – ohne elterliches „Elterntaxi“.
Die neuen Regelungen treten zum Schuljahr 2025/2026 in Kraft. Kommunen können ab sofort Förderung beantragen, um autofreie Schulstraßen und dauerhafte Spielzonen einzurichten. Die Maßnahmen sollen Verkehrsrisiken minimieren und jüngere Kinder zu aktiver Mobilität motivieren.






