Schelladler-Dame Alaska nach spektakulärer Flucht wieder in Sicherheit
Hellmut RudolphSchelladler-Dame Alaska nach spektakulärer Flucht wieder in Sicherheit
Weiblicher Schelladler namens Alaska nach Flucht aus dem Harzer Falkenhof in Bad Sachsa wieder eingefangen
Eine weibliche Schelladler-Dame mit dem Namen Alaska, eine der größten Adlerarten der Welt, ist wieder sicher in Obhut – nachdem sie aus dem Harz Falkenhof in Bad Sachsa entkommen war. Der Vogel wurde auf einem Minigolfplatz im selben Ort entdeckt. Ihre Flucht hatte Sorgen ausgelöst, da sie in freier Wildbahn nicht auf Jagd gehen kann.
Alaska war nach ihrem Ausbruch aus dem Falknereizentrum verschwunden. Anders als wildlebende Adler wurde sie in Gefangenschaft aufgezogen und verfügt nicht über die nötigen Überlebensfähigkeiten. Experten warnten, sie könne zwar täglich Hunderte Kilometer zurücklegen, finde aber nur schwer Nahrung.
Am Mittwochnachmittag gelang es Falkner Rochus Brotzer, sie auf dem Minigolfplatz in Bad Sachsa wieder einzufangen. Ihr markantes Erscheinungsbild – ein gewaltiger gelber Schnabel und die auffälligen schwarz-weißen Streifen auf den Flügeln – machte sie leicht erkennbar. Unterdessen wurde auch ein Elch namens Erwin gesichtet, der durch das Kinzigtal streifte, Baden-Baden jedoch nie erreichte.
Schelladler sind deutlich größer als städtische Tauben, die graues Gefieder und schillernd rosa- oder grüne Hälse tragen. Alaska hatte etwa sechs Wochen ohne artgerechte Nahrung überlebt – ein Beispiel für die Gefahren, denen in Gefangenschaft gezüchtete Vögel in freier Natur ausgesetzt sind.
Mittlerweile ist Alaska sicher im Harz Falkenhof zurück und erhält wieder die nötige Versorgung und den Schutz. Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf die Herausforderungen, mit denen nicht wildlebende Tiere konfrontiert sind, wenn sie in unbekannte Umgebungen geraten.






