SAP übernimmt Dremio: KI-Revolution durch offene Datenplattform
Abraham HermighausenSAP übernimmt Dremio: KI-Revolution durch offene Datenplattform
SAP übernimmt Dremio: Open-Data-Plattform soll KI-Einsatz in Unternehmen beschleunigen
SAP hat Pläne bekannt gegeben, Dremio zu übernehmen, eine führende Open-Data-Plattform, die sich auf Echtzeitanalysen und KI-Workloads spezialisiert hat. Die für spät 2026 geplante Transaktion soll die SAP Business Data Cloud stärken, indem Unternehmensdaten effizienter integriert werden. Beide Unternehmen sehen darin einen wichtigen Schritt, um die Einführung von KI in Geschäftsprozessen zu beschleunigen.
SAP, seit Jahrzehnten ein Vorreiter in den Bereichen Unternehmenssoftware und Business-KI, verbindet seit über 50 Jahren Technologie und Handel. Die Business Data Cloud des Konzerns soll nun zu einem auf Apache Iceberg basierenden Lakehouse weiterentwickelt werden. Dadurch können SAP- und Nicht-SAP-Daten auf einer einzigen, offenen Plattform zusammengeführt werden.
Dremio, bekannt als „Agentic Lakehouse“, ermöglicht sowohl menschlichen Analysten als auch KI-Agenten den sofortigen, kontrollierten Zugriff auf Unternehmensdaten. Die Plattform funktioniert über verschiedene Tools und Sprachmodelle hinweg und beseitigt so klassische Systemgrenzen. Das Unternehmen ist zudem Hauptentwickler von Apache Iceberg und Mitbegründer der Projekte Apache Arrow und Apache Polars.
Die Übernahme ergänzt das bestehende SAP-Portfolio, darunter die SAP HANA Cloud. Durch die Kombination von Dremios offenen Datenfähigkeiten mit der SAP-Infrastruktur wollen beide Unternehmen eine leistungsfähigere Grundlage für KI-gestützte Geschäftseinblicke schaffen. Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt der regulatorischen Genehmigung und üblicher Abschlussbedingungen.
Nach dem Vollzug der Transaktion – voraussichtlich im dritten Quartal 2026 – wird SAP Dremios Technologie in die Business Data Cloud integrieren, um die KI-Implementierung in Unternehmen zu beschleunigen. Die kombinierte Plattform soll Echtzeitanalysen und KI-Workloads unterstützen, dabei aber offene Datenstandards wahren.






