19 June 2026, 10:07

Sabotagewelle erschüttert Deutschlands kritische Verkehrsinfrastruktur im Jahr 2025

100+ Angriffe auf deutsche Infrastruktur im Jahr 2025

Sabotagewelle erschüttert Deutschlands kritische Verkehrsinfrastruktur im Jahr 2025

Deutschlands Verkehrsinfrastruktur steht vor einer wachsenden Welle von Sabotageanschlägen. Im Jahr 2025 verzeichneten die Behörden einen deutlichen Anstieg gezielter Störungen, bei denen Schienenstrecken, Güterverkehr und sogar Marineeinrichtungen ins Visier genommen wurden. Die Bedrohung beschränkt sich dabei nicht mehr auf inländische Akteure – in einigen Fällen wurde inzwischen eine ausländische Beteiligung bestätigt.

Das Jahr begann mit einer Entgleisung am 12. Januar 2025. Ein Güterzug in der Nähe von Essen und Oberhausen wurde durch eine auf den Gleisen platzierte Metallklemme zum Entgleisen gebracht. Die Ermittler stuften den Vorfall schnell als Sabotage ein.

Bis Mai wurden zwei Männer festgenommen, die mutmaßlich Brand- und Bombenanschläge auf den deutschen Güterverkehr geplant hatten. Beide galten als niederrangige Agenten. Später, im September, durchsuchten die Behörden ein Frachtschiff in den Kieler Kanalschleusen, nachdem der Verdacht auf Drohnenaufklärung gegen ein Marineschiff aufgekommen war.

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Das Muster beschränkte sich nicht auf Deutschland. Im Herbst 2025 führten zwei Ukrainer unter russischen Anweisungen Sprengstoffanschläge auf eine Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin durch. Der Zeitpunkt eines dieser Angriffe fiel fast mit einem geplanten US-Militärkonvoi auf derselben Route zusammen.

Die Statistiken spiegeln die Zuspitzung wider: Das Bundeskriminalamt (BKA) erfasste 2025 93 Straftaten als gezielte Sabotage an Verkehrsinfrastrukturen – ein Anstieg gegenüber 78 Fällen im Jahr 2023 und 58 im Jahr 2024. Zudem wurden 12 Taten unter der neuen Kategorie „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“ geführt, eine Einstufung, die es in den beiden Vorjahren noch nicht gegeben hatte.

Angesichts der steigenden Zahl von Sabotagefällen wurden in ganz Deutschland die Sicherheitsvorkehrungen für Verkehrsnetze verschärft. Die Behörden untersuchen weiterhin mögliche Verbindungen zwischen inländischen Plänen und von ausländischen Mächten gesteuerten Angriffen. Die Vorfälle unterstreichen die wachsende Komplexität der Bedrohungen für die kritische Infrastruktur.

Quelle