Reinhold Würth wird 90: Vom Schraubenhändler zum Milliardär und Kulturmäzen
Jovan JohannReinhold Würth wird 90: Vom Schraubenhändler zum Milliardär und Kulturmäzen
Reinhold Würth, eine der einflussreichsten Unternehmerpersönlichkeiten Deutschlands, wird am 20. April 90 Jahre alt. Seine Lebensgeschichte zählt zu den am besten dokumentierten des Landes – dank jahrzehntelanger, akribischer Tagebuchführung. Aus einem bescheidenen Familienbetrieb schuf er ein milliardenschweres Weltunternehmen.
Würth übernahm das kleine Schraubengeschäft seines Vaters mit nur zwei Mitarbeitern und formte daraus die Würth-Gruppe. Heute ist das Unternehmen weltweit führend in Befestigungs- und Montagetechnik. 2023 überschritt der Umsatz erstmals die Marke von 20 Milliarden Euro, mit einer Belegschaft von über 88.500 Beschäftigten.
Obwohl er sich vor mehr als 30 Jahren aus dem operativen Tagesgeschäft zurückgezogen hat, bleibt Würth bei strategischen Weichenstellungen einflussreich. Sein Wirken reicht weit über die Wirtschaft hinaus: Als engagierter Kunstmäzen hat er eine Sammlung von über 20.000 Werken aufgebaut. Zahlreiche regionale Wahrzeichen und Einrichtungen tragen seinen Namen – ein Zeichen für seine nachhaltige Prägung der Region.
Für 2024 rechnet Würth mit Herausforderungen. Wirtschaftliche Belastungen dürften den Umsatz drücken und die Gewinne schmälern.
An seinem 90. Geburtstag erstreckt sich Würths Vermächtnis über Wirtschaft, Kultur und gemeinnütziges Engagement. Die Würth-Gruppe bleibt ein globaler Marktführer, doch wirtschaftliche Gegenwinde werden ihre Widerstandsfähigkeit im kommenden Jahr auf die Probe stellen. Seine Tagebücher und Leistungen sorgen dafür, dass seine Geschichte noch Generationen studiert werden wird.






