10 June 2026, 00:34

Ramelows gescheiterter Blockadeversuch: Linke streitet über Gehaltsdeckel für Abgeordnete

Schiedsgericht der Linken lehnt Ramelows Vorschlag zur Gehaltsdeckelung ab

Ramelows gescheiterter Blockadeversuch: Linke streitet über Gehaltsdeckel für Abgeordnete

Bodo Ramelow, Vizepräsident des Bundestags und Mitglied der Linkspartei, ist mit seinem Versuch gescheitert, einen Antrag zur Deckelung der Abgeordnetenbezüge zu blockieren. Das eigene Schiedsgericht der Partei wies seinen Antrag auf eine einstweilige Verfügung zurück, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) später berichtete.

Der Bundesvorstand der Linkspartei hatte eine Regel vorgeschlagen, nach der Bundestags- und Europaabgeordnete der Partei ihre Einkünfte auf den Durchschnittslohn eines Arbeitnehmers begrenzen sollen. Ramelow lehnte den Plan ab und bezeichnete ihn als verfassungswidrig. Zudem behauptete er, die Regelung beeinflusse bereits jetzt interne Parteiwahlen – noch vor einer offiziellen Abstimmung.

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Um den Antrag zu stoppen, beantragte Ramelow beim Bundesschiedsgericht der Linkspartei eine Eilentscheidung. Sein Ziel war es, zu verhindern, dass der Vorschlag auf dem anstehenden Parteitag debattiert wird. Die ehrenamtlichen Richter wiesen seinen Antrag jedoch ab mit der Begründung, ein rechtlicher Schutz sei nicht erforderlich, da der Antrag noch nicht beschlossen worden sei.

Ungeschoren davon gab Ramelow nun Berufung gegen die Entscheidung des Schiedsgerichts ein. Die Richter hatten argumentiert, sein Begehren sei voraussichtlich unzulässig, da die Gehaltsgrenze von der Partei noch nicht bestätigt worden sei. Ihre Entscheidung ebnet den Weg für eine Abstimmung über den Antrag auf dem Parteitag.

Mit dem Urteil des Schiedsgerichts kann die Linkspartei den Vorschlag zur Gehaltsdeckelung weiterhin debattieren und darüber abstimmen. Ramelows Berufung wird zeigen, ob weitere rechtliche Schritte den Prozess verzögern. Bis dahin bleibt es dem Parteivorstand vorbehalten, die Maßnahme auf dem Parteitag voranzutreiben.

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