Radio CORAX: Wie ein freies Radio gegen politische Angriffe kämpft
Abraham HermighausenRadio CORAX: Wie ein freies Radio gegen politische Angriffe kämpft
Radio CORAX – eine einzigartige Stimme im Medienraum
Radio CORAX hebt sich als besondere Stimme in der Medienlandschaft hervor. Mit fast 400 Mitgliedern, die 175 verschiedene Sendungen produzieren, arbeitet der Sender fast ausschließlich mit Ehrenamtlichen. Das Programm reicht von Musik über Debatten bis hin zu gemeindeorientierten Inhalten – alles gestaltet von denen, die es erschaffen.
Der Sendplan wechselt täglich und umfasst Formate wie Tipkin oder das Magazin Serendipity. Jeder kann eine neue Sendung vorschlagen, indem er eine Idee in einer Redaktionssitzung vorstellt und einen Einführungskurs absolviert. Dieser offene Ansatz hat eine Plattform für vielfältige Gruppen geschaffen, darunter Kinder, queere Communities und Geflüchtete.
CORAX finanziert sich mit rund 200.000 Euro jährlich von der Landesmedienanstalt, ergänzt durch lokale Fördergelder, Projektmittel und Spenden. Der Sender kooperiert zudem mit Kulturinstitutionen und ist Teil von AMARC, dem internationalen Netzwerk nichtkommerzieller Radiosender. Neben dem Programm veranstaltet CORAX öffentliche Events wie Filmabende, Diskussionen und Workshops für angehende Radiomacher:innen.
Doch die Zukunftsförderung ist bedroht: Die rechtspopulistische AfD fordert die Streichung der staatlichen Mittel und wirft dem Sender vor, linke Positionen zu verbreiten. Als Reaktion sucht CORAX nach Wegen, seine Finanzen abzusichern – Spenden gewinnen dabei an Bedeutung.
Unabhängig von der anstehenden Landtagswahl will der Sender sein vielfältiges Programm weiter ausstrahlen. CORAX bleibt auf gemeinwohlorientierte Inhalte fokussiert und steuert durch finanzielle Herausforderungen. Vorerst prägen Team und Hörerschaft weiterhin seine unabhängige Stimme.






