Osnabrücker Karneval bricht mit Tradition: Erstes Prinzenpaar und thailändischer Prinz setzen Zeichen
Abraham HermighausenOsnabrücker Karneval bricht mit Tradition: Erstes Prinzenpaar und thailändischer Prinz setzen Zeichen
Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat das Osnabrücker Karnevalskomitee zwei Prinzen als regierendes Paar gekrönt. Das Duo, zu dem auch Prinz Yut I. gehört, setzt einen weiteren Meilenstein: Er ist der erste Prinz, der in Thailand geboren wurde und einen ausländischen Pass besitzt. Ihre Wahl bringt eine frische Wendung in die langjährige Karnevalstradition der Stadt.
Das neu ernannte Paar hat sich das Motto „Kreuz und queer – bunt, das sind wir“ gegeben. Damit unterstreichen sie ihr Engagement für Vielfalt und ein inklusives Fest. Die Entscheidung des Komitees, mit der Tradition zu brechen und zwei Prinzen statt eines einzigen zu küren, hat bereits für Aufmerksamkeit gesorgt.
Oberbürgermeisterin Katharina Pötter begrüßte die Ernennung und bezeichnete das Duo als „ein Symbol der Freude und Freiheit für alle, so zu sein, wie sie sind“. Ihre Worte betonten die Bedeutung ihrer Rolle – besonders in schwierigen Zeiten. Die Karnevalssaison wird nun von einem regierenden Paar geprägt, das nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch seine Botschaft der Offenheit auffällt.
Prinz Yut I. verleiht der Wahl eine zusätzliche Bedeutungsebene: Als erster Prinz mit thailändischen Wurzeln und ausländischem Pass spiegelt seine Ernennung den Wandel des Karnevals wider. Der Schritt des Komitees signalisiert eine Hinwendung zu mehr Repräsentation in der Führung des Festes.
Das karnevalistische Prinzenpaar wird die Feierlichkeiten unter einem Motto anführen, das Vielfalt feiert. Ihre Ernennung – zusammen mit der historischen Rolle von Prinz Yut I. – setzt einen neuen Präzedenzfall für künftige Wahlen. Die Stadt blickt nun einer Saison entgegen, in der Tradition auf moderne Werte wie Inklusion und Selbstausdruck trifft.






