Nordkurier stellt auf Abendzustellung um – und streicht Montagsausgaben
Hellmut RudolphNordkurier stellt auf Abendzustellung um – und streicht Montagsausgaben
Die Nordkurier Mediengruppe stellt die Zustellung ihrer gedruckten Zeitungen um. Künftig werden Titel wie der Nordkurier, die Schweriner Volkszeitung, die Schwäbische Zeitung und der Zollern-Alb-Kurier abends statt morgens ausgeliefert. Hintergrund der Änderung sind steigende Kosten und sinkende Auflagenzahlen, die die frühmorgendliche Zustellung unwirtschaftlich gemacht haben.
Das Unternehmen verzichtet zudem auf die Montagsausgaben – die Zeitungen erscheinen nun von Dienstag bis Sonntag. Diese Anpassung erfolgt vor dem Hintergrund von Mindestlohnerhöhungen und einer schrumpfenden Leserschaft, die die Ausgaben in die Höhe getrieben haben. Um den Wandel umzusetzen, baut die Gruppe ein eigenes Logistiknetz für die Abendzustellung auf.
Das neue System wurde bereits in ausgewählten Regionen getestet, wo es positive Rückmeldungen gab. Neben Zeitungen soll das Netzwerk auch Pakete, Lebensmittel, Medikamente und Briefe transportieren. Der Logistikdienstleister Hermes hat sich bereits als Kunde für das erweiterte Angebot verpflichtet.
Trotz der Änderungen bei den Printausgaben werden die digitalen Versionen aller vier Zeitungen weiterhin täglich aktualisiert. Die vollständige Umstellung auf das Abendmodell soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Die Nordkurier Mediengruppe sieht in diesem Schritt eine Möglichkeit, gedruckte Zeitungen in ländlichen Regionen zukunftsfähig zu halten. Durch die Kombination mit anderen Warenlieferungen will das Unternehmen Kosten sparen, ohne den Service einzuschränken. Das Modell könnte auch für andere Verlage mit ähnlichen Herausforderungen Vorbildcharakter haben.






