Neuköllns neue Bezirksbürgermeisterin Janine Wolter steht wegen Social-Media-Aktivitäten in der Kritik
Marliese MülichenNeuköllns neue Bezirksbürgermeisterin Janine Wolter steht wegen Social-Media-Aktivitäten in der Kritik
Janine Wolter ist als nächste Bezirksbürgermeisterin von Neukölln nominiert worden und soll Martin Hikel nachfolgen. Die SPD-Führung unterstützte ihre Kandidatur, die später auf einem Parteitag bestätigt wurde. Doch ihre jüngsten Aktivitäten in den sozialen Medien haben eine politische Debatte ausgelöst.
Der Streit begann mit Instagram-Beiträgen aus dem Oktober 2025. Wolter hatte Inhalte eines politischen Influencers geliked oder geteilt, der für einseitige Israel-Kritik bekannt ist. Die Beiträge bezogen sich auf die Abfangaktion der israelischen Marine gegen die „Global Sumud-Flottille“.
Der amtierende Bezirksbürgermeister Martin Hikel rügte Wolter offiziell wegen der Posts. Er warf ihr vor, als Bildungsstadträtin nicht die erforderliche Zurückhaltung und Neutralität bewiesen zu haben. Die CDU-Fraktion Neukölln reichte daraufhin eine offizielle Anfrage zu ihrem Verhalten in den sozialen Medien ein.
Hikel hatte kürzlich bekannt gegeben, nicht erneut kandidieren zu wollen. Als Grund für seinen Rückzug nannte er mangelnde Rückendeckung in der eigenen Partei.
Wolter bleibt dennoch die SPD-Kandidatin für die Leitung des Neuköllner Bezirksamts. Die Auseinandersetzung zeigt die Spannungen um das Online-Verhalten von Amtsträgern. Trotz der anhaltenden Kritik wird ihre Nominierung vorangetrieben.
