Neues Zentrum für sicheren Sport soll Gewalt im Spitzensport bekämpfen
Hellmut RudolphNeues Zentrum für sicheren Sport soll Gewalt im Spitzensport bekämpfen
Die Sportministerkonferenz (SMK) hat die Gründung eines Zentrums für sicheren Sport (ZfSS) für Spitzensportlerinnen und Spitzensportler beschlossen. Unter der Federführung Hessens soll die Initiative Gewalt und Missbrauch im Sport bekämpfen. Die Bundesregierung wird die Eröffnung im Frühjahr 2026 mit einer Anschubfinanzierung unterstützen.
Die Entscheidung fiel während der 52. SMK-Sitzung, bei der Hessen und Sachsen den Vorschlag für das neue Zentrum einbrachten. Dieses soll Prävention, Intervention und Unterstützung für Opfer zwischenmenschlicher Gewalt im Sport bündeln. Das ZfSS wird eng mit den Landessportbünden sowie der unabhängigen Anlaufstelle des Vereins Safe Sport zusammenarbeiten.
Die SMK forderte Sportorganisationen zudem zu konsequenterem Handeln auf. Gefordert wurden ein besserer Opferschutz sowie der Ausschluss von Tätern aus Wettkämpfen und Training. Neben dem ZfSS standen weitere zentrale Themen auf der Agenda, darunter Deutschlands Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele, die Förderung von Sportstätten sowie laufende Reformen in der Spitzensportförderung.
Baden-Württemberg übernimmt 2025 und 2026 den Vorsitz der SMK. Ministerin Theresa Schopper wird die Konferenz in dieser Zeit leiten. Die SMK, die mindestens einmal jährlich tagt, koordiniert die Sportpolitik der 16 Bundesländer.
Das ZfSS soll im Frühjahr 2026 mit Bundesmitteln an den Start gehen und Maßnahmen zur Prävention und Bekämpfung von Gewalt im Spitzensport zentral bündeln. Nähere Details zu Standort und Arbeitsweise stehen noch aus.






