Neues Digitales-Versorgung-Gesetz: Wie die ePA und das Telematiknetz das Gesundheitssystem revolutionieren sollen
Hellmut RudolphNeues Digitales-Versorgung-Gesetz: Wie die ePA und das Telematiknetz das Gesundheitssystem revolutionieren sollen
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat Pläne für ein neues Digitale-Versorgung-Gesetz vorgestellt. Mit dem Vorhaben soll das deutsche Gesundheitssystem durch eine verbesserte digitale Infrastruktur modernisiert werden. Zu den zentralen Neuerungen zählen Aktualisierungen des Telematiknetzes sowie der elektronischen Patientenakte (ePA).
Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die gematik – die für digitale Gesundheitssysteme zuständige Behörde – zu stärken. Dr. Sibylle Steiner vom Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) begrüßte diesen Schritt als notwendige Maßnahme. Zudem soll die ePA nutzerfreundlicher und zuverlässiger gestaltet werden.
Die KBV setzt sich zusätzlich für eine unabhängige „elektronische Pflegeakte“ ein, um die dauerhafte Verfügbarkeit von Daten zu gewährleisten. Gleichzeitig begrüßte der AOK-Bundesverband die erweiterten Funktionen der ePA sowie den vereinfachten Login-Prozess. Er unterstützte zudem Pläne zur Nutzung von Gesundheitsdaten über das Gesundheitsforschungsdatenzentrum und forderte einen besseren Zugang zu Versicherungsdaten.
Ärztinnen und Ärzte zeigten sich hingegen zurückhaltend. Sie betonten, dass bei der neuen ePA vor allem Qualität und Funktionalität im Vordergrund stehen müssten. Thomas Knieling vom Verband der Ärzte in Bayern (VDAB) wies zudem auf den dringenden Digitalisierungsbedarf in der Langzeitpflege hin.
Das Digitale-Versorgung-Gesetz sieht mehrere Updates für die IT-Systeme im Gesundheitswesen vor. Ziel ist es, die Resilienz zu stärken, den Zugang zu vereinfachen und die Datennutzung zu optimieren. Bevor die Änderungen umgesetzt werden, stehen nun weitere Beratungen an.






