17 June 2026, 16:25

Neuer Fahrplan soll Lücken der deutschen Energiewende schließen

Ein Roadmap für den Energieübergang

Neuer Fahrplan soll Lücken der deutschen Energiewende schließen

Ein neuer Fahrplan für die deutsche Energiewende ist veröffentlicht worden, um Lücken im Energietransitionplan des Landes zu schließen. Der im Dezember vorgestellte Vorschlag wurde von Martin Pehnt mitverfasst und gemeinsam vom IFEU-Institut Heidelberg und dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) erarbeitet.

Der derzeit geltende Erneuerbare-Energien-Aktionsplan deckt lediglich Maßnahmen bis 2020 ab und berücksichtigt nicht alle Aspekte der Energiewende. Die Leitstudie 2011 des Umweltministeriums bietet zwar einen umfassenderen Ansatz, doch der neue Fahrplan zielt darauf ab, verbleibende Defizite auszugleichen.

Das Dokument skizziert eine Strategie, die mit „Power-to-Heat“ als primärer Methode zur Energiespeicherung beginnt. Zudem fordert es eine Reduzierung der „Must-run“-Kapazitäten – insbesondere aus der Kernenergie –, um das System flexibler zu gestalten.

Zu den zentralen Empfehlungen gehört der Ausbau der Onshore-Windkraft, die flächendeckend im Land verteilt werden soll. Betont werden außerdem die Notwendigkeit einer höheren Energieeffizienz, der Umstieg auf Elektromobilität sowie die Förderung der Energie-Demokratie. Verhaltensänderungen und ein gestiegenes öffentliches Bewusstsein für den Energieverbrauch werden ebenfalls als unverzichtbare Schritte hervorgehoben.

Der Fahrplan liefert einen detaillierten Plan zur Unterstützung der langfristigen Energieziele Deutschlands. Seine Vorschläge konzentrieren sich auf praktische Maßnahmen zur Verbesserung von Speicherung, Effizienz und Bürgerbeteiligung. Das Dokument soll die Politik über das Jahr 2020 hinaus leiten und einen ausgewogeneren Übergang sichern.

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