Neue Spritpreisregelung in Baden-Württemberg könnte Autofahrer teurer zu stehen kommen
Jovan JohannADAC: Regulierung der Kraftstoffpreise könnte das Tanken teurer machen - Neue Spritpreisregelung in Baden-Württemberg könnte Autofahrer teurer zu stehen kommen
Eine neue Spritpreisregelung, die von Baden-Württemberg vorgeschlagen wurde, könnte die Kosten für Autofahrer in die Höhe treiben – das warnt zumindest der ADAC. Der Plan, der am kommenden Freitag im Bundesrat beraten werden soll, zielt darauf ab, die Häufigkeit von Preiserhöhungen an Tankstellen einzuschränken. Kritiker befürchten jedoch, dass die Maßnahme nach hinten losgehen und die täglichen Preisschwankungen noch extremer machen könnte.
Nach der geplanten Regelung dürften Tankstellen in Baden-Württemberg ihre Preise nur noch einmal pro Tag erhöhen, sie jedoch beliebig oft senken. Dies entspricht einem System, das in Österreich bereits gilt, wo Preiserhöhungen nur mittags erlaubt sind.
In Österreich tanken viele Autofahrer oft kurz vor Mittag, um die tägliche Teuerung zu umgehen. Der ADAC weist jedoch darauf hin, dass der Sprit in Österreich nicht wegen der Preisregulierung, sondern aufgrund niedrigerer Steuern günstiger bleibt als in Deutschland. Aktuelle Daten zeigen, dass sich die Preise an deutschen Tankstellen derzeit etwa 20-mal am Tag ändern – mit einem klaren Muster: In den Morgenstunden sind die Spritkosten am höchsten, bevor sie im Laufe des Tages allmählich sinken.
Christian Laberer vom ADAC hat sich kritisch zu dem Vorhaben geäußert. Er argumentiert, dass eine Beschränkung der Preiserhöhungen auf einmal täglich zu stärkeren Sprüngen führen könnte, sobald sie stattfinden. Bis auf Weiteres rät der ADAC deutschen Autofahrern zu einer einfachen Strategie: am Abend tanken und die Morgenstunden meiden, wenn die Preise in der Regel ihren Höhepunkt erreichen.
Der Bundesrat wird den Vorschlag am Freitag prüfen. Sollte die Regelung verabschiedet werden, könnte sie die Preisentwicklung an den Tankstellen in Baden-Württemberg grundlegend verändern. Statt stabilerer Kosten könnten Autofahrer dann mit größeren eintägigen Preissprüngen konfrontiert werden – das Gegenteil des eigentlichen Ziels.






