Nach 49 Jahren: Tourist gibt gestohlenen Hofbräuhaus-Krug mit Entschuldigung zurück
Jovan JohannNach 49 Jahren: Tourist gibt gestohlenen Hofbräuhaus-Krug mit Entschuldigung zurück
Ein englischsprachiger Tourist hat einen Bierkrug zurückgegeben, den er vor fast 50 Jahren aus dem berühmten Münchner Hofbräuhaus mitgenommen hatte. Der Besucher, der einräumte, die Entwendung sei versehentlich geschehen, schickte zudem 20 Euro als verspätete Entschuldigung für das Versehen.
Der Vorfall reicht bis ins Jahr 1976 zurück, als der Tourist die traditionelle Ein-Liter-Maß mitnahm, als er das Wirtshaus verließ. Jahrzehnte später wurde der Krug nun endlich zurückgegeben – zusammen mit einer kleinen finanziellen Wiedergutmachung. Dies ist nicht der erste Fall dieser Art: Ein anderer Tourist hatte 2020 einen gestohlenen Krug an eine andere Münchner Bierhalle zurückgegeben, nachdem er ihn 55 Jahre lang behalten hatte.
Das Hofbräuhaus selbst erhält ähnlich zugesandte Briefe oder zurückgegebene Krüge etwa drei- bis viermal pro Jahr. Die Einrichtung führt jedoch keine Statistik über fehlende Gegenstände, sodass die genaue Zahl der verlorenen oder entwendeten Krüge unbekannt bleibt. In den vergangenen fünf Jahren stammten alle zurückgegebenen Krüge von ehrlichen Findern oder Käufern – nicht von Dieben oder deren Nachfahren.
Gelder, die zusammen mit den Krügen zurückgeschickt werden, fließen in gemeinnützige Projekte, darunter die Initiative Bunte Münchner Kindl. Die Bierhalle nutzt diese Spenden, um lokale Vorhaben zu unterstützen und sicherzustellen, dass das Geld der Gemeinschaft zugutekommt.
Der zurückgegebene Krug und die Spende werden wie andere wiederbeschaffte Gegenstände die wohltätigen Bemühungen Münchens fördern. Zwar sind solche Fälle selten, doch unterstreichen sie die lange Tradition des Hofbräuhauses und seinen festen Platz in den Erinnerungen der Besucher.