23 April 2026, 04:11

Mühlacker diskutiert Demokratie und Integration bei interkulturellen Begegnungen

Ein Plakat mit einem Raster von Flaggen aus verschiedenen Ländern, jede mit eigenen Designs, Farben und fetter Schrift.

Mühlacker diskutiert Demokratie und Integration bei interkulturellen Begegnungen

Mühlacker feiert Interkulturelle Woche mit zwei Veranstaltungen zu Demokratie und Integration

Anlässlich der Interkulturellen Woche veranstaltete Mühlacker zwei Formate, die sich mit Demokratie und Zusammenleben beschäftigten. Am Freitag trafen sich über 50 Gäste im Rathaus zu einem Aktionstag der MBE unter dem Titel "Unsere Demokratie – ein Privileg?!". Bereits am Nachmittag hatte sich eine weitere Gruppe am Kelterplatz versammelt, um Erfahrungen auszutauschen und über das Miteinander in der Gemeinde zu sprechen.

Der Tag begann um 16 Uhr am Kelterplatz, wo mehr als 40 Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenkamen. Darunter war auch der 12-jährige Hasan aus Syrien, der mit seinem Großvater teilnahm. Der Junge berichtete von seiner Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben in seiner neuen Heimat.

Um 18 Uhr folgte im großen Sitzungssaal des Rathauses der Hauptteil der Veranstaltung. Bürgermeister Frank Schneider eröffnete die Runde mit einer Begrüßung und würdigte die Risiken, die Geflüchtete auf sich nehmen, um in Deutschland ein neues Leben aufzubauen. Eine "Demokratiewand" lud die Besucher ein, ihre persönlichen Gedanken zum Thema festzuhalten.

Im Rahmen der Diskussionen wurde auch auf die Ausstellung "(An-)gekommen" verwiesen, die noch bis zum 27. November in der Stadtbibliothek zu sehen ist. Norbert Bogner, Geschäftsführer von miteinanderleben, betonte, wie gemeinsame Erlebnisse und Dialog den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken. Saboor, ein ehemaliger Arzt aus Afghanistan, schilderte seinen Weg, Deutsch zu lernen, um hier wieder als Mediziner arbeiten zu können. Auch die Landtagsabgeordnete Stefanie Seemann (Grüne) war vor Ort und beteiligte sich an den Gesprächen.

Die Veranstaltungen brachten Anwohner, Geflüchtete und lokale Verantwortungsträger zusammen, um über Demokratie und Integration nachzudenken. Beide Treffen standen im Zeichen persönlicher Geschichten und der Herausforderungen, die ein Neuanfang in einem fremden Land mit sich bringt. Die Ausstellung bleibt noch bis Ende November für Besucher geöffnet.

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