Friedrich Merz bei der Deutschland-Tag: Die Stille Nach der Bemerkung - Merz scheitert an der Jungen Union: Rentenreform vor dem Aus?
Friedrich Merz sieht sich mit massivem Widerstand der Jungen Union gegen die Rentenreform der Regierung konfrontiert. Auf dem Deutschlandtag lehnte die Jugendorganisation zentrale Teile des Koalitionsplans ab. Ihr Widerstand gefährdet nun die Verabschiedung des Rentengesetzes vor Weihnachten.
Die Junge Union hatte ihre Haltung bereits in den Wochen vor der Veranstaltung deutlich gemacht. Sie schlug vor, die Erhöhung der Sozialabgaben einzufrieren und das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Ihr Alternativmodell umfasste längere Arbeitszeiten, geringere Leistungen und Zusatzbeiträge für Kinderlose.
Auf dem Kongress versuchte Merz, Unterstützung für die Ideen der Jungen Union mit einem Appell an den Kompromiss zu verbinden. Er verwies darauf, dass der Koalitionsvertrag ab 2031 ein Rentenniveau von 48 Prozent vorsieht – im Saal herrschte daraufhin Schweigen.
Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, warnte Merz direkt: Ohne die Rückendeckung der Jugendorganisation wäre Merz weder Parteichef noch Kanzlerkandidat geworden. Auch Pascal Reddig, Vorsitzender der Jungen Gruppe im Bundestag, zeigte sich in der Sache unnachgiebig.
Trotz des Widerstands kündigte Merz an, dem Rentenpaket mit gutem Gewissen zustimmen zu wollen. Die Regierung muss den Gesetzentwurf in der ersten Dezemberwoche ins Parlament einbringen, um ihn vor Weihnachten zu verabschieden. Doch ohne die Unterstützung der Jungen Gruppe fehlt Merz die nötige Mehrheit.
Die Rentenreform steht nun auf der Kippe. Merz braucht den Rückhalt der Jungen Union, um die Verabschiedung vor der Weihnachtspause zu sichern. Ohne sie bleibt der Zeitplan der Regierung – und die Zukunft der Reform – ungewiss.






