Mercedes setzt Blockchain für transparente Lieferketten-Nachhaltigkeit ein
Abraham HermighausenMercedes setzt Blockchain für transparente Lieferketten-Nachhaltigkeit ein
Mercedes-Benz startet Pilotprojekt zur Nachverfolgung von Nachhaltigkeitsstandards in der Lieferkette mithilfe von Blockchain-Technologie
Der Automobilkonzern erprobt ein System, das Arbeitsbedingungen, Menschenrechte und Umweltpraktiken bei Zulieferern überwacht – wie vom Mutterkonzern Daimler vorgegeben. Erstmals wird dabei Blockchain eingesetzt, um CO₂-Emissionen in der globalen Lieferkette für Batteriezellen abzubilden.
Das Projekt knüpft an einen im vergangenen Jahr entwickelten Blockchain-Prototypen an, der transparente Vertragsdokumentation über alle Lieferantenebenen hinweg ermöglichen soll. Mercedes-Benz arbeitet dabei mit einem Batteriezellenhersteller sowie dem britischen Start-up Circulor zusammen, das Blockchain und KI nutzt, um die verantwortungsvolle Beschaffung von Rohstoffen zu verifizieren.
Das System wird den Produktionsfluss von Materialien und die damit verbundenen CO₂-Emissionen verfolgen. Zunächst liegt der Fokus auf kohlenstoffintensiven Materialien wie Stahl, Aluminium und Batteriezellen. Zudem soll das Pilotprojekt CO₂-Einsparungen und ein nachhaltiges Ressourcenmanagement in der Beschaffung priorisieren.
Die Initiative ist Teil des Programms Ambition2039 von Mercedes-Benz Cars, das eine klimaneutrale Pkw-Flotte innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte anstrebt. Durch den erweiterten Einsatz von Blockchain will das Unternehmen die Transparenz über die direkten Zulieferer hinaus verbessern.
Im Rahmen des Pilotprojekts wird geprüft, ob die Lieferanten die Nachhaltigkeitsstandards von Daimler in Bereichen wie Arbeitssicherheit, Ethik und Umweltschutz erfüllen. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie Blockchain die Verantwortung in der Lieferkette weiter stärken kann. Das Vorhaben unterstreicht das Engagement von Mercedes-Benz, Emissionen zu reduzieren und eine verantwortungsvolle Beschaffung zu gewährleisten.






