27 April 2026, 04:10

Mercedes-Benz revolutioniert E-Mobilität mit recycelten Magneten und Festkörperbatterien

Ein Papier mit einer detaillierten Zeichnung verschiedener magnetisch-elektrischer Maschinen, einschließlich ihrer Komponenten und Verbindungen, begleitet von erklärendem Text.

Mercedes-Benz revolutioniert E-Mobilität mit recycelten Magneten und Festkörperbatterien

Mercedes-Benz treibt nachhaltige Batterie- und Magnettechnologie voran. Eine seiner Ingenieurinnen, Jula Lanzer, forscht an Möglichkeiten, Emissionen durch den Einsatz recycelter Materialien zu reduzieren. Ihre Erkenntnisse deuten darauf hin, dass recycelte Magnete bald eine zentrale Rolle in Elektromotoren spielen könnten.

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Gleichzeitig präsentierte das Unternehmen eine Festkörperbatterie, die einen modifizierten EQS über 1.200 Kilometer mit einer einzigen Ladung antreiben kann. Diese Fortschritte kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich die Automobilbranche auf strengere EU-Vorgaben zur Beschaffung von Rohstoffen vorbereitet.

Jula Lanzer stieg 2022 als Entwicklungsingenieurin bei Mercedes-Benz ein. Zuvor hatte sie an der Hochschule Aalen Materialographie und Neue Werkstoffe studiert. Ihre berufliche Laufbahn begann mit der Leitung der Materialentwicklung für Ventiltriebs-Komponenten bei Daimler, wo sie sich auf Langlebigkeit und Effizienz konzentrierte.

Ihr Fachwissen umfasst zudem Schadensanalysen und die Charakterisierung von Hartmagneten. Aktuell erforscht sie, wie recycelte Magnete den CO₂-Fußabdruck von Elektromotoren verringern können. Laut ihren Berechnungen könnte der Einsatz von 50 Prozent recycelten Magneten in E-Motoren die CO₂-Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Herstellungsverfahren um 20 bis 40 Prozent senken.

Lanzer geht davon aus, dass die im EU-Kritische-Rohstoffe-Gesetz (CRMA) festgelegten Quoten diesen Wandel beschleunigen werden. Bis 2032 rechnet sie damit, dass Magnete mit einem deutlich höheren Anteil an Sekundärrohstoffen zum Branchenstandard werden.

Mercedes-Benz betreibt bereits ein Batterie-Recyclingwerk in Europa und arbeitet mit der TSR Group zusammen, um Rohstoffe zurückzugewinnen. Gleichzeitig optimiert ein Forschungsprojekt der Bergischen Universität Wuppertal Recyclingtechniken durch den Einsatz von Computertomographie zur Analyse von Batteriestrukturen.

Erst kürzlich demonstrierte das Unternehmen das Potenzial von Festkörperbatterien, indem es einen EQS für eine Strecke von 1.205 Kilometern ohne Nachladen modifizierte. Dieser Test unterstreicht die Fortschritte bei Energiedichte und Reichweite.

Fachleute aus der Branche werden sich am 8. und 9. Oktober auf dem Symposium für Elektrische und Elektronische Antriebstechnologie (EPTS) in Karlsruhe treffen. Dort dürften diese Innovationen in den Bereichen Elektromobilität und nachhaltige Materialien im Mittelpunkt stehen.

Recycelte Magnete und Festkörperbatterien könnten die Produktion von Elektrofahrzeugen bald revolutionieren. Mercedes-Benz investiert in beide Bereiche, um künftige EU-Vorgaben zu erfüllen und Emissionen zu reduzieren. Durch kontinuierliche Forschung und Branchenkooperationen will das Unternehmen diese Technologien für den Massenmarkt fit machen.

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