19 June 2026, 14:08

Marzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" gegen Diskriminierung und Hass

"Sichtbarkeit ist Widerstand"

Marzahn Pride 2024: "Sichtbarkeit ist Widerstand" gegen Diskriminierung und Hass

Marzahn Pride findet in diesem Jahr unter dem Motto „Sichtbarkeit ist Widerstand“ statt

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Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Herausforderungen, mit denen queere Geflüchtete und Migrant:innen im Berliner Bezirk Marzahn konfrontiert sind. Die Organisator:innen wollen auf die anhaltende Diskriminierung in einem Stadtteil mit hohem Migrantenanteil aufmerksam machen.

Der Umzug wird von Quarteera e.V. organisiert, einer Gruppe, die queere Menschen aus Osteuropa, Zentralasien und dem Kaukasus unterstützt. Start ist um 12 Uhr an der Allee der Kosmonauten, wo Reden von Vanessa Krah, der Queer-Beauftragten des Bezirks, und Gordon Lemm gehalten werden. Ab 14:30 Uhr folgt ein Nachbarschaftsfest.

Im vergangenen Jahr war der Marzahn Pride von Drohungen der neonazistischen Gruppe Deutsche Jugend Voran (DJV) betroffen. Bundesweit wurden 2023 fast die Hälfte aller Pride-Veranstaltungen von extremistischen Gruppen angegriffen, gestört oder eingeschüchtert. Auch das Berliner Register diskriminierender Vorfälle verzeichnet einen Anstieg körperlicher Übergriffe und rechtsextremer Propaganda in Marzahn.

Laut Vanessa Krah gibt es bisher keine bestätigten rechtsextremen Mobilisierungen gegen die diesjährige Veranstaltung. Dennoch warnt sie, dass kurzfristige Bedrohungen – wie 2023 – nicht ausgeschlossen seien.

Der Umzug soll die Kämpfe queerer Migrant:innen und Geflüchteter in der Region sichtbar machen. Organisator:innen und lokale Behörden beobachten die Lage weiterhin genau. Trotz früherer Störungen wird das Programm wie geplant stattfinden.

Quelle