Mannheims neuer Aktionsplan für Chancengleichheit setzt auf Frauenförderung gegen Fachkräftemangel
Jovan JohannMannheims neuer Aktionsplan für Chancengleichheit setzt auf Frauenförderung gegen Fachkräftemangel
Mannheim stellt zweiten Aktionsplan für Chancengleichheit 2024 bis 2027 vor
Mannheim hat seinen zweiten Aktionsplan für Chancengleichheit für die Jahre 2024 bis 2027 vorgestellt. Die Strategie zielt darauf ab, die Beschäftigung von Frauen zu fördern, um dem Fachkräftemangel in der Stadt entgegenzuwirken. Laut Behörden könnten bessere Berufschancen für Frauen dazu beitragen, die dringend benötigten Arbeitskräfte in Schlüsselbranchen zu sichern.
Die Stadt hatte sich erstmals 2011 nach Unterzeichnung der Europäischen Charta für Gleichstellung zu solchen Aktionsplänen verpflichtet. Die aktuelle Version verlagert den Fokus jedoch von individueller Unterstützung hin zu Arbeitgebern. Ziel ist es, strukturelle Hindernisse abzubauen, die Frauen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligen.
Der Plan umfasst zehn Projektkonzepte, die sich an sieben spezifische Zielgruppen richten – von Frauen über 50 und alleinerziehenden Müttern bis hin zu bildungsbenachteiligten Mädchen und queeren Frauen. Besonders berücksichtigt werden hochqualifizierte Frauen mit Migrationshintergrund sowie solche, die im Klimaschutz oder im Handwerk tätig sind.
Erarbeitet als Projektkatalog, flossen in den Plan Beiträge aus der Stadtverwaltung, der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Politik ein. Zahra Deilami, die Gleichstellungsbeauftragte Mannheims, betonte, dass Chancengleichheit entscheidend sei, um die Fachkräftelücke zu schließen. Das vollständige Dokument ist auf der Website der Stadt abrufbar, weitere Informationen gibt es unter www.ourwebsite/der-zweite-aktionsplan-fuer-chancengleichheit.
Der zweite Aktionsplan markiert einen Strategiewechsel, indem er sich gezielt den Herausforderungen auf Arbeitgeberseite widmet. Er soll das Potenzial von Frauen im Erwerbsleben erschließen und gleichzeitig den Fachkräftebedarf der Mannheimer Wirtschaft sichern. In den kommenden drei Jahren wird die Stadt die Projekte nun schrittweise umsetzen.






