Mannheim wird zur Kinderstadt: Gipfel 68DEINS! macht junge Visionen wahr
Abraham HermighausenMannheim wird zur Kinderstadt: Gipfel 68DEINS! macht junge Visionen wahr
Mannheim bereitet sich auf den stadtweiten Kinder- und Jugendgipfel 68DEINS! im Oktober 2026 vor
Die Veranstaltung ist der vorläufige Höhepunkt jahrelanger Bemühungen, die Stadt kinderfreundlicher zu gestalten – darunter eine kürzliche Zertifizierung und ein detaillierter Aktionsplan, der von Ideen junger Einwohnerinnen und Einwohner geprägt ist.
Im Januar 2023 wurde Mannheim offiziell als "Kinderfreundliche Kommune" anerkannt und schloss sich damit rund 150 deutschen Städten und Gemeinden an, die vom Verein "Kinderfreundliche Kommunen e.V." zertifiziert wurden. Der aktuelle Aktionsplan 2023–2025 setzt nun auf die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention im städtischen Alltag.
Ein Zukunftswerkstatt-Projekt sammelte dabei die Visionen von Kindern für ihre Stadt. In einem dreistufigen Prozess – Kritik, Kreativphase und Umsetzung – brachten sie mutige Ideen ein. Viele wünschten sich ein grüneres Mannheim mit mehr Spielplätzen, autofreien Zonen und breiteren Fahrradwegen. Nachhaltigkeit stand ganz oben auf der Liste: Sie forderten erneuerbare Energien, saubere Luft und Ampelschaltungen zugunsten von Radfahrenden. Auch ein besserer Zugang zu lokalen Einrichtungen und inklusive Sportanlagen gehörten zu den Prioritäten.
Bürgermeister Dirk Grunert lobte das Engagement der Kinder und betonte, wie wichtig ihre Impulse für die künftige Stadtplanung seien. Birgit Schreiber, die Mannheimer Kinderbeauftragte, bestätigte die erfolgreiche Umsetzung des ersten Aktionsplans – und ebnete damit den Weg für weitere Verbesserungen.
Bis März 2026 hatten rund 150 deutsche Kommunen den Titel "Kinderfreundliche Kommune" erhalten. Die ersten drei, die diese Auszeichnung erhielten, waren Wolnzach, Neumarkt in der Oberpfalz und Bad Kissingen.
Der 68DEINS!-Gipfel 2026 wird Mannheims laufende Bemühungen fortsetzen, junge Menschen aktiv in die Gestaltung ihrer Stadt einzubinden. Der Aktionsplan und die Zertifizierung zeigen, wie ernst die Stadt es meint, die Ideen der Kinder – von grüneren Straßen bis zu sicherem Radverkehr – in die Tat umzusetzen. Die nächsten Schritte hängen davon ab, wie gut die Zusammenarbeit zwischen Verantwortlichen und den jüngsten Bürgerinnen und Bürgern weiter gelingt.






