"Love You for Infinity": Ein Kunst-Highlight mit Nanas, Punkten und lächelnden Blumen in Hannover
Marliese Mülichen"Love You for Infinity": Ein Kunst-Highlight mit Nanas, Punkten und lächelnden Blumen in Hannover
"Love You for Infinity": Eine große neue Ausstellung im Sprengel Museum Hannover
Im Sprengel Museum Hannover hat nun die bedeutende Ausstellung "Love You for Infinity" ihre Pforten geöffnet. Die Schau vereint Werke von Niki de Saint Phalle, Yayoi Kusama und Takashi Murakami und ist noch bis zum 14. Februar 2026 zu sehen. Im Mittelpunkt steht die enge Verbindung des Museums zu diesen einflussreichen Künstlern.
Eröffnet wurde die Ausstellung von Museumsdirektor Reinhard Spieler. Gezeigt werden rund 120 Kunstwerke, von denen fast die Hälfte aus dem eigenen Bestand des Sprengel Museums stammt – insbesondere aus der Sammlung von Niki de Saint Phalle. Die französisch-amerikanische Künstlerin vermachte dem Haus vor 25 Jahren etwa 450 Werke.
Niki de Saint Phalles Bezüge zu Hannover sind tief verwurzelt. 1974 installierte sie drei farbenfrohe "Nanas"-Skulpturen am Hohen Ufer – ihr erstes großes öffentliches Projekt in der Stadt. Später gestaltete sie für die Expo 2000 eine verfallene Grotte im Barockgarten Herrenhausen zu einem verspielt-märchenhaften Biotop um. Für ihr Wirken verlieh ihr die Stadt die Ehrenbürgerschaft – als einzige Frau, die diese Auszeichnung je erhielt.
Yayoi Kusamas Karriere nahm 1966 mit "Narcissus Garden" Fahrt auf, einer markanten Installation auf der Biennale in Venedig. Ihre charakteristischen Punkte und immersiven Umgebungen prägen bis heute ihren weltweiten Ruf.
Auch Takashi Murakamis Werke, die zwischen Verspieltheit und Düsternis oszillieren, sind prominent vertreten. Seine lächelnden Blumen, wie in "Blue Life Force" (2012), können sich in unheimliche Totenköpfe verwandeln und zeigen so seine einzigartige Mischung aus Freude und Unbehagen.
Mit einer Laufzeit von über einem Jahr bietet die Ausstellung Besuchern die Gelegenheit, die kühnen Visionen dreier Ikone der Kunst zu erkunden. Durch die Kombination historischer und zeitgenössischer Stücke unterstreicht "Love You for Infinity" die Rolle des Sprengel Museums als zentraler Kulturort in Hannover.






